Großartiger Erfolg !
 

Unser Kinder können endlich wieder zur Schule gehen !

 

Vertrauen zwischen Eltern und Schule ist die Basis für eine erfolgreiche schulische Inklusion. 
 

16.09.2018 

 

Dank unserer unermüdlichen 2 jährigen Bemühungen eine inklusive Beschulung einzufordern und der großartigen Unterstützung durch Frau Tanja Götz, Ministerialrätin des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Stabsstelle Inklusion und durch die Grundschule Münsing mit dem Schulprofil Inklusion, Frau Pauli Schulleitung, sowie Frau Burkhard, Fachliche Leitung des Staatlichen Schulamtes von Bad Tölz
und vermutlich vielen weiteren Unterstützern die wir nicht alle benennen können, an dieser Stelle aber herzlich dafür danken möchten, können unsere Kinder nun endlich wieder zur Schule gehen.

 

Das Sozialministerium hat jetzt mit dem Bezirk Oberbayern eine Lösung für die Schulbegleitungen unsere Kinder erarbeitet, und die Schulbegleiter werden auch bezahlt, wenn die Kinder krank bzw. nicht in der Schule sind. Lehrer werden ja auch bezahlt, wenn die Kinder krank sind. Wir konnten zuvor keine Schulbegleitung finden, da die Schulbegleitungen im Normalfall nur für die tatsächlich geleisteten Stunden in der Schule bezahlt werden. Doch dies ist bei manchen kranken und behinderten Kindern nicht durchgängig möglich, daher suchen sich die Schulbegleitungen und die Träger dann Kinder aus, die wegen ihrer Behinderung nicht so häufig
in der Schule fehlen. 

 

Inklusion bedeutet jedoch die Rahmenbedingungen nach den Bedürfnissen und Besonderheiten des jeweiligen schwerbehinderten Kindes zu schaffen. Dafür ist eine Evaluation nötig, die den Bedarf des jeweiligen Kindes genau berücksichtigt.

 

Da es in Starnberg jedoch noch keine schulische Inklusion an den Grundschulen gibt (außer an der Grundschule Tutzing, die jedoch nur Kinder mit Förderbedarf aus dem eigenen Wohnsprengel aufnimmt, Stand September 2018) kommen Fälle wie die unseren in der Verwaltung als Abläufe bisher nicht vor, da Kinder mit motorischen Schwierigkeiten bereits auf die Förderschule in Starnberg kommen. Den Eltern wird in Starnberg versprochen, dass dies die beste Lösung sei und diese Kinder ja auch wieder zur Grundschule zurück können, was dann jedoch nicht einfach ist und nur selten der Fall.


Viele neue Arbeitsabläufe müssen erst noch entwickelt werden und das wäre eins der wichtigesten Themen für den Inklusionsbeirat in Starnberg, diese Punkte eindeutig zu klären, damit auch behinderte Kinder in Starnberg ihr freies schulisches Wahlrecht einfordern können und nicht auf andere Inklusionsschulen ausweichen müssen. Diese Strukturen müssen auch ausreichend in Starnberg entwickelt werden.

 

Zudem werden viele Mitarbeiter mit diesen neuen Aufgaben völlig alleine gelassen und müssen diese neben ihrer eigentlichen Arbeit zusätzlich bewältigen. Datenschutzrichtlinien werden in Starnberg sehr oft nicht eingehalten und da die betroffenen Eltern in Starnberg nicht rechtzeitig mit einbezogen werden und den Schulen die entsprechende Ausbildung fehlt um z.B. klinische Facharztberichte lesen und richtig verstehen zu können, kommt es oft zu Missverständnissen und dazu, das die Behinderung eines Kindes in der Komplexität und Gesamtheit falsch erfasst wird und dann nicht richtig beurteilt werden kann und es so zu Kommunikationsproblemen zwischen Schule und Eltern kommen kann.

 

Hierzu müssen frühzeitig Runde-Tisch-Gespräche mit der Schule und erfahrenen Experten, wie den Fachdiensten vom MSD, aber auch mit betroffenen Eltern, Selbsthilfegruppen, der zuständigen Klassenlehrerin und der Sonderpädagogin der Inklusionsschule geführt werden. Nur so können Missverständnisse vermieden werden und eine gute Basis der Zusammenarbeit entwickelt werden.

 

Oft fehlen den Schulen natürlich die notwendigen Ressourcen oder sie wissen noch nicht, wie sie diese einfordern können. Aus diesem Grund ist „Inklusion“ derzeit oft nur an einer Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion möglich, da dort eine Sonderpädagogin fest angestellt ist, da Regelschullehrer keine sonderpädagogische Ausbildung haben (es gibt natürlich Ausnahmen, wenn eine Lehrerin sich selbst inklusiv weitergebildet hat).

Gerne können Sie bei der Grundschule Starnberg einmal nachfragen, wie viele Kinder mit Förderbedarf kurze Zeit später zur Fünf-Seen-Schule überführt werden, weil die inklusive Beschulung an der Grundschule Starnberg gescheitert ist, weil es hier "Integration" ist und keine "Inklusion". Das unsere Kinder an der Grundschule Münsing erfolgreich inklusiv beschult werden, ist ein Beweis dafür. Starnberg darf deshalb nicht länger behaupten, dass sie Inklusion an der Grundschule Starnberg leisten, denn dann müßten wir auch nicht den weiten Weg nach Münsing fahren, denn wir würden uns auch lieber wünschen, dass unsere Kinder hier in Starnberg Freundschaften aufbauen können und nicht weiter aus Starnberg exkludiert werden.

 

Vielen Dank an ALLE Unterstützer !!!

Susann Dohm

 

 

 
 

 

 

 

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