Behörden-Wirrwarr und Irrsinn in Starnberg / Bayern

 

 

  1. Für die Kreisstadt Starnberg ist Frau John zuständig. Diese ist Sachaufwandsträger für Bauliche Maßnahmen, Behindertenparkplätze, Schülerbeförderung, Schulmobiliar, Frühförderung.
     
  2. Für den Landkreis Starnberg ist Herr Roth zuständig, hier das Gesundheitsamt für die "Schuleingangsuntersuchung", das Schulamt für Grund- und Mittelschulen und das Jugendamt (nur für seelisch behinderte Kinder).
     
  3. Aber für die Bildung ist das Schulamt, die Regierung Oberbayern und das Kultusministerium zuständig.
     
  4. Für die Inklusion ist derzeit niemand in zuständig, weil sie in Bayern nicht existiert.
     
  5. So sind für die Eingliederungshilfe (eine Sozialhilfe, wo derzeit die Teilhabe und die Schulbegleitungen einsortiert sind) das Sozialministerium und die Leistungsträger Jugendamt und der Bezirk Oberbayern (nur für Körper- und Mehrfachbehinderte und auch für geistig Behinderte),  Regierung Oberbayern (Schulgeld für Montessori- und Privatschule für behinderte Schüler, vorher Bezirk) zuständig.
     
  6. Die Leistungserbringer sind dann wieder die Dienste/Träger (AWO, BRK, Caritas, Johanniter, Lebenshilfe, Malteser, usw.).
     
  7. Dann gibt es noch den Behindertenbereich der Förderschulen. Da kenne ich die Strukturen noch nicht
    so genau. Es ist alles sehr komplex und deshalb passiert nichts.
 
 
 
Der Behörden-Wirrwarr und -Irrsinn  wird am besten an diesem Beispiel klar: 
 
Wenn ein autistisches Kind einen Inklusionsbegleiter im Kindergarten benötigt, ist der Bezirk Oberbayern zuständig. 
 
Kommt das autistische Kind in die Schule ist ein klinischen Gutachten (Bearbeitungszeitraum ca. 9 Monate-2 Jahre) erforderlich mit einem klinisch anerkannten IQ Test
 
Ist das autistische Kind geistig behindert ist wieder der Bezirk Oberbayern
zuständig (bis 2020, dann greift das Bundesteilhabegesetz)
 
Ist der IQ im Normalbereich ist das Jugendamt zu ständig. 
 
Nur:
Es gibt keinen IQ-Test für Linkshänder und auch keinen IQ-Test für behinderte Menschen (z.B. mit graphomotorischen Problemen). Diese Test sind teilweise auf Zeit, so dass sowohl Linkshänder als auch behinderte Menschen (z.B. mit graphomotorischen Problemen) nicht zeitlich mithalten können und schon alleine deshalb schlechter abschneiden und niedrigere IQ-Werte erziehlen.
 
So kommt es ähnlich wie im Fall "Nenad" ( AZ 5 O 182/16 ) zu einer falschen Zuweisung auf Behinderteneinrichtungen wie Sonderschulen/Förderschulen, mit anschließenden Klagen und Schadensersatzansprüchen an das jeweilige Bundesland.

Da Nenad mit 7 Jahren in Bayern einer Förderschule falsch zugewiesen wurde und dies hier leider kein Einzelfall zu sein scheint, ist mit weiteren Klagen zu rechnen,
vermutlich auch in Bayern. 
 
 
 

 

 

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