Erfahrungsbericht Familie Dohm zur Inklusion
an der Grundschule Münsing

vom 25. März 2019

 

 

 

 

„Sie tun wirklich alles, alles außer Inklusion!“

 

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir lehnen das Sonderschulsystem in Bayern ab und wünschen eine wohnortnahe inklusive Bildung. Daher fordern wir unser freies Wahlrecht für unseren
körperbeeinträchtigten Sohn in Bayern ein.

***

 

 

 

 

Unser Verband befindet sich seit Mai in Gründung !!!

 

 https://www.deutscher-verband-inklusiver-schulentwicklung.com/

 

 

 

 

 

 

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist als Übereinkommen über die Rechte von Menschen
mit Behinderungen am 13.12.2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet worden. Sie ist am 03.05.2008 in Kraft getreten.


Seit Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, dürfen die Eltern behinderter Kinder den Lernort frei wählen. Jedoch hat Bayern die bayerischen Schulgesetze nicht novelliert.

Das hat dazu geführt, dass sich die inklusiven Lernbedingungen an den Regelschulen bis heute
kaum verbessert haben und bisher nur integrativ aber nicht inklusiv unterrichtet wird.

Wir wünschen eine konventionskonforme Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
und die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems.
Wir fordern inklusive Bildung, also Inklusion von Anfang an!

 

 

Nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention dürfen Menschen mit Behinderungen nicht weiter vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Vielmehr ist ihnen ein Zugang zu einem inklusiven und hochwertigen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen zu gewähren.
 


Teilhabe ist ein Menschenrecht und kein Sozialprojekt, denn die UN-BRK ist
ein völkerrechtliche Vertrag.

Das krampfhafte Festhalten an Förderschulen im Freistaat ist somit rechtswidrig, denn dies ist
weiterhin Selektion in Sonderwelten der Behinderteneinrichtungen,
die eine Teilhabe weiterhin unmöglich machen.

 

 

Wie es uns an bayerischen Grundschulen erging
Es ist schwer zu ertragen und mitzuerleben, wie sich der Gesundheitszustand unseres Sohnes in
den letzten Jahren verschlechtert hat. An den Grundschulen in Bayern haben wir diesbezüglich selten viel Mitgefühl, Menschlichkeit, Verständnis oder Nächstenliebe erfahren dürfen. Nach leidvollen Erfahrungen haben wir den Eindruck gewonnen, dass das bayerische Schulsystem mit der Inklusion komplett überfordert zu sein scheint und die Lehrerinnen an den Schulen noch immer zu denken scheinen, dass Inklusion ein Sozialprojekt sei, so wie es bei der Integration der Fall war.

 

Wir haben den Eindruck, dass die Lehrer/innen, die Schulleitungen, die Mitarbeiter beim Jugendamt und bei den Familiengerichten den gesetzlichen Anspruch von inklusiver Bildung/Teilhabe, so wie es die
UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, nicht gründlich genug gelesen zu haben. Es steht zwar im Gesetz, dass die inklusive Schulentwicklung Aufgabe ALLER Schulen ist, aber das Gesetz lässt offen, wie Inklusion an allgemeinbildenden Schulen umgesetzt werden soll. Es gibt keine inklusiven Schulkonzepte, kein zusätzliches Schulpersonal in den Inklusionsklassen, kein Geld für inklusive Maßnahmen wie z.B. Sozialtrainings oder die Ausbildung der Schulbegleitungen, es gibt keine entsprechend ausgebildeten schulischen Assistenzkräfte und keine Inklusionsausbildungen für Lehrer und Schulleitungen. Alles scheint weiterhin aufgebaut auf aussondernde Behindertenstrukturen mit der Ausschlussmöglichkeit der Eigen- und Fremdgefährdung oder durch das Auffordern eines Notenschutzes
durch Überforderung, die dazu führt, dass keine Anstrengungen unternommen werden müssen, da das betroffene Kind ja dadurch aus dem Regelschulsystem entfernt und dem Sonderschulwesen automatisch zugeführt werden kann. 

Das Menschenrecht auf Teilhabe soll aber bereits heute den Zugang in das Regelschulsystem ermöglichen. Ein Schulausschluss eines behinderten Kindes aus der Regelgrundschule ist daher rechtswidrig, aber heute leider noch weit verbreitete gängige Praxis.  

 

 

Unser Sohn hat seine Frühgeburt überlebt, aber wird u.U. nun am
bayerischen Schulsystem scheitern

Als unser jüngster Sohn wegen gesundheitlicher Komplikationen 12 Wochen zu früh geboren werden musste und er bei seiner Geburt ein sehr geringes Körpergewicht aufwies, war uns klar, dass seine Überlebenschancen nicht die Besten sind. Es gab starke Probleme durch eine Infektion der Lunge.
Deshalb bekam er lange Zeit ein Antibiotikum verabreicht, was sein Immunsystem zusätzlich stark beeinträchtigt hat. Aber unser Sohn ist ein echter Kämpfer und er kämpfte sich ins Leben.

Als unser Sohn in den Kindergarten ging, wurde er ständig krank. Durch seine Frühgeburt hatte er ein
schwaches Immunsystem. Er konnte als Kleinkind nur wenige Meter laufen. Wir mussten also immer mit einem Buggy unterwegs sein. Er konnte nicht wie andere Kinder ausdauernd umhertoben und Spaß haben. Die gesunden Kinder fanden das natürlich schnell langweilig und so war es sehr schwierig für ihn Freundschaften mit nichtbehinderten Kindern zu schließen. Zur Einschulung machten wir uns große Sorgen, wie das im bayerischen Schulsystem ohne inklusive Schulstrukturen funktionieren soll.
Bereits damals ahnten wir, dass es echte Teilhabe an bayerischen Regelschulen noch nicht gibt.

 

 

 

Einschulung an der Regelgrundschule Söcking

Unser Sohn wurde 2015 eingeschult. Er hatte leider kein Glück und kam in eine Klasse, in der einige sehr gewaltbereite Jungs waren. Da unser Sohn Gewalt ablehnte und er sehr sozial ist, aber körperlich sehr schwach, war er für diese Jungs ein leichtes Mobbingopfer. Ständig wurden ihm seine Sachen
wie Hausschuhe, Hefte, Mützen usw. versteckt oder sie waren plötzlich ganz verschwunden. In den Pausen, auf den Fluren oder in der Umkleidekabine wurde er gedemütigt und als Baby oder als Behinderter beschimpft, weil er nicht so lange laufen konnte, nicht gut klettern konnte, zu langsam war, kein Fußball spielen konnte. Aus einem lebensfrohen und glücklichen Jungen wurde innerhalb weniger Wochen ein eingeschüchterter, ängstlicher Junge, der nicht mehr leben wollte.
Es kam zu mehreren schweren körperlichen Übergriffen. Die Lehrer schienen machtlos.
Gespräche mit den Erziehungsberechtigten brachten nicht den erhofften Erfolg.

 

 

 

Das Scheitern an der Grundschule ohne Profil Inklusion
Unser Sohn entwickelte mit der Zeit sehr starke Schulängste. Nach einem schweren körperlichen Übergriff in der Schule mit einer Gehirnerschütterung, hatte unser Sohn dann solch große Ängste
vor diesen Jungs, dass er sagte, dass er nicht mehr weiter leben wolle, wenn er weiter in diese Schule gehen müsse. Wenn er am Abend zu Bett ging, weinte er, weil er bereits Angst hatte vor dem nächsten Schultag. Wir nahmen das sehr ernst. Wir führten zahlreiche Gespräche mit der Schule, die leider keine Verbesserung der Umstände erzielen konnte. Da unser Sohn damals nicht getestet war und ich nicht wußte, dass unser Sohn eine Schulbegleitung benötigt und wie diese beantragt werden kann, suchten wir nach einer neuen Schule. Ich wußte nicht, dass alle Schulen in Bayern inklusive Bildung laut der UN-BRK umsetzen müssen. So kommt es bei behinderten Schüler*innen leider oft vor, dass die Mobbingopfer die Schulen verlassen müssen und die Täter bleiben
dürfen.
Die Schulleitung sagte zu uns:


„Wenn wir inklusive Bildung wünschen, müssen wir einen Schulplatz suchen an
einer Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion“
.

Im April 2016 gab es aber noch keine einzige Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion im gesamten Landkreis Starnberg und im 
Jahr 2019 gibt es immer noch keine einzige Grundschule in Starnberg,
die das Schulprofil Inklusion entwickelt konnte, weil behinderte Kinder weiterhin auf Sonderschulen angemeldet werden müssen, denn Kinder mit Behinderungen die eine HPT besuchen, werden automatisch auf eine Sonderschule zugeführt. Sie nehmen nicht einmal an einer Schuleingangsuntersuchung beim Gesundheitsamt teil. Dabei bedeutet Inklusion auch, dass eine wohnortnahe Beschulung ermöglicht wird, damit soziale Kontakte auch am Nachmittag gelebt und gestärkt werden können, was die Inklusion innerhalb der Schulzeit ebenfalls begünstigt.

 

 

Die Suche nach einem inklusiven Schulplatz
Wir sprachen ca. 10 umliegende Grundschulen an (Regelschulen und Privatschulen), ob sie unseren Sohn aufnehmen würden. Wir erhielten von allen Grundschulen eine Absage. Das Schulamt Starnberg konnte oder wollte uns auch nicht helfen. So suchten wir weiter und fanden tatsächlich eine Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion in Münsing im Landkreis Bad Tölz. Wir stellten uns dort im Jahr 2016 vor und bekamen tatsächlich einen Schulplatz in der 1. Klasse. Die damalige langjährige Schulleiterin hatte das Profil Inklusion mit viel Engagement, Herzblut, innerer Überzeugung und Herzensbildung aufgebaut. Nach kurzer Eingewöhnungszeit hatte unser Sohn seine Schulängste aus der vorherigen Schule verarbeitet und neue Freunde gefunden. Er hatte großes Glück und kam in eine sehr soziale Schulklasse zu einer großartigen Lehrerin. Man zeigte großes Verständnis für die Bedürfnisse der behinderten Kinder, die z.T. von weit entfernten Wohnorten in diese Schule kamen.

 

 

Gesundheitliche Probleme
Doch im Laufe der Zeit verschlechtere sich der Gesundheitszustand unseres Sohnes durch die vielen Infekte immer weiter. Wegen seiner Abwehrschwäche steckt er sich in der Schule von anderen Mitschülern sofort mit Infekten der oberen Atemweg an. Er erleidet pro Jahr über 20 Infekte und fehlt dadurch häufig im Unterricht. Er war sogar eine zeitlang so schwer krank, dass er ein halbes Jahr nicht zur Schule gehen konnte. Er bekam dann 5 Stunden pro Woche Hausunterricht von der Regierung genehmigt. Da aber keine freie Lehrerin zu Verfügung stand, buchten wir auf eigene Kosten für diese Zeit einen Platz an der Web-Individualschule in Bochum. Das Jugendamt Starnberg verweigerte
jedoch die Kostenübernahme und es wurde vom Schulamt als Beschulungsform nicht genehmigt.
Als es unserem Sohn im Sommer besser ging, kehrte er zum 3. Schuljahr zurück an die
Grundschule Münsing.

 

 

Das Problem mit den Schulbegleitungen

Als die Schulbegleitung unseres Sohnes zum Schulhalbjahr der 3. Klasse in den Mutterschutz ging, fand das Jugendamt Starnberg keine neue Schulbegleitung für unseren Sohn. Nun mag man sich vielleicht fragen, warum die Eingliederungshilfe in Form einer Schulbegleitung bei einem körperbehinderten Jungen vom Jugendamt bezahlt werden soll? Für Körperbehinderungen wäre nämlich der Bezirk Oberbayern und nicht das Jugendamt zuständig. In Bayern ist die Eingliederungshilfe zwischen dem Jugendamt und dem Bezirk Oberbayern aufgeteilt. Durch einen Zuordnungsfehler des Jugendamtes wurde unser körperbehinderter Sohn dem Kreis der
"seelisch Behinderten" zugeordnet, da es sich bei der Beeinträchtigung unseres Sohnes um eine nichtsichtbare Behinderung handelt. Schließlich kann man nicht in eine Lunge schauen.
Dieser Fehler führte zu einem Zuständigkeitsstreit zwischen dem Jugendamt Starnberg und dem Bezirk Oberbayern, der fast zwei Jahre andauerte und final nur durch Intervention des von uns angerufenen Sozialgerichts geklärt werden konnte.

Fassungslos über diese Vorfälle starteten wir damals unsere 1. Online-Petition bei Change.org:


Starnberg VERWEIGERT behinderten Menschen Teilhabeleistung als Schulbegleitung (Inklusion)

 

https://www.change.org/p/starnberg-verweigert-behinderten-menschen-teilhabeleistung-als-schulbegleitung-inklusion



 

Kein Schulbesuch ohne Schulbegleitung möglich

Unser Sohn hatte in dieser Zeit viele Schwächeanfälle, die sich als hypotone Kreislauf-regulationsstörung entpuppten, deren Ursache in der Frühgeburt zu suchen ist. Der Blutdruck fällt plötzlich stark ab und es kommt zu sogenannten Synkopen, die gefährlich sein können und bei Häufigkeit das Herz schädigen können. In der Winterzeit, wenn unser Sohn durch seine Abwehrschwäche viele Infekte bekommt, ist es am Schlimmsten. Die Ärzte sind aber guter Hoffnung, dass sich diese Abwehrschwäche noch auswachsen könnte. Allerdings vertraten die Fachärzte die Auffassung, dass unser Sohn bis auf Weiteres nur mit einer gut ausgebildeten Schulbegleitung zur Schule gehen könne.

 

Doch das Jugendamt Starnberg konnte keinen neuen Schulbegleiter für unseren Sohn finden.
Man hatte bei 14 Trägern angefragt und von allen Trägern eine Absage erhalten. Nachdem das Jugendamt Starnberg auch nach 8 monatiger Suche keine neue Schulbegleitung für unseren Sohn finden und dieser infolge dessen wieder über eine halbes Jahr nicht zur Schule gehen konnte, reichten wir Klage beim Sozialgericht ein. Eine weitere Beschulung durch Hausunterricht lehnten
wir ab, da diese Form nur gewährt wird, wenn der Schüler vom Arzt krankgeschrieben wird.
 Wenn unser Sohn jedoch dauerhaft krankgeschrieben worden wäre
 (obwohl es sich ja in Wirklichkeit nicht um eine Krankheit, sondern um eine Behinderung handelt) 
dann hätte er seinen Anspruch auf einen Regelschulbesuch für diese Zeit und auf die Eingliederungshilfe in Form der Schulbegleitung verloren, da die Eingliederungshilfe immer mit
dem tatsächlichen Besuch der Schule verbunden sein muss und dies so auch im Bescheid so vereinbart wird.

Trotz eines Attestes eines Facharztes, der den Besuch der Grundschule nur mit einer ausgebildeten Schulbegleitung erlaubte, da es bereits zu einem notärztlichen Einsatz an der Grundschule Münsing gekommen war, bestand die neue Schulleitung, die seit Sommer 2017 die Schule leitet, auf den Schulbesuch unseres Sohnes auch ohne ausgebildete Schulbegleitung. Sie zweifelte die Behinderung (G.d.B. nach ZBFS Bescheid 60% und Merkzeichen G), die fachärztlichen Diagnosen und die klinischen Gutachten unseres Sohnes einfach an und ersetzte diese Diagnosen durch eigene Laiendiagnosen, ohne irgendeine medizinische Vorbildung aufweisen zu können. So führte die Schulleitung in ihren Berichten und Stellungnahmen an, dass unser Sohn eine "seelische Behinderung" im sozial-emotionalen Bereich hätte oder womöglich eine "Mehrfachbehinderung", dabei steht ganz klar in dem klinischen ärztlichen Bericht vom Leiter der Psychologie an der SPZ kbo München, dass es sich bei den Beeinträchtigungen unseres Sohnes "ausschließlich um Symptome auf der körperlichen Ebene handelt", was sogar
fachlich unangreifbar mit den ICD-10 Schlüsseln belegt wurde.

Lehrer/innen in Bayern scheinen ärztliche Gutachten anzweifeln und durch Laiendiagnosen ersetzen
zu dürfen, obwohl sie selbst über keine medizinische Ausbildung verfügen. Hier liegt eines der größten Probleme, weshalb die Schulen in Bayern Inklusion nicht umsetzen. Die Schulen benötigen „Inklusionsberater“, die über medizinische Kenntnisse verfügen und klinische Arztberichte richtig deuten und beurteilen können.

 

Auch der Richter am Sozialgericht München hat anhand der ihm vorliegenden Akte mit über 500 Seiten, die auch die Arztberichte, Gutachten, den Schwerbehindertenausweis etc. beinhaltete, eindeutig eine Körperbehinderung und keine seelische Behinderung oder gar Mehrfachbehinderung bestätigen können. Somit wurde unser Fall der Eingliederungshilfe nach 2 Jahren Zuständigkeitsstreit zwischen dem Jugendamt Starnberg und dem Bezirk Oberbayern durch das Gericht final dem Bezirk Oberbayern richtig zugeordnet.

 

Die erste Stellungnahme der Grundschule Münsing, welche für den Antrag einer Schulbegleitung
beim Kostenträger erforderlich war, wurde von einer Sonderpädagogin in Münsing erstellt, die für den Förderbereich „Sozial-Emotional und Lernen“ zuständig und ausgebildet ist, aber nicht für den Förderbereich „Körperbehinderung“. Uns war damals nicht bewusst, wie wichtig eine korrekte Stellungnahme der Schule sein kann, wenn es um die Beantragung einer Schulbegleitung geht und welche Konsequenzen das haben kann, wenn diese Stellungnahme mit einer falschen Zuordnung
der Beeinträchtigung versehen wird.

 

Die laienhafte Einschätzung der neuen Schulleitung der GS Münsing, dass unser Sohn eine
 "seelische Behinderung" oder gar eine "Mehrfachbehinderung" habe, war absolut falsch.
Unser Sohn hat ausschließlich eine "Körperbehinderung". Ebenfalls wurde eine "weit überdurchschnittliche sprachliche und intellektuelle Begabung" festgestellt. Schon aus diesem
Grund gehört ein solches Kind nicht auf eine Sonderschule. Durch laienhafte Fehldiagnosen und
die falsche Zuordnung der Behinderung kam es zu diesem langjährigen Zuständigkeitsstreit bzgl.
der Eingliederungshilfe zwischen der Grundschule Münsing, dem Jugendamt Starnberg und
dem Bezirk Oberbayern. Eine wahre Odyssee. 

 

 

Verhandlung vor dem Sozialgericht München
Am 03.07.2018 fand die Verhandlung am Sozialgericht München statt. Da war das 3. Schuljahr dann fast schon vorbei, ohne Beschulung unseres Sohnes, denn der Zuständigkeitsstreit wurde auf seinem Rücken ausgetragen. In der Verhandlung konnte der Zuständigkeitsstreit endlich beigelegt werden. Nachdem der Bezirk Oberbayern unsere Anträge auf Eingliederungshilfe 3 Mal abgelehnt hatte, fühlte man sich vor Gericht für das neue Schuljahr 2018/19 doch zuständig. Da unser Sohn allerdings so häufig krank ist und dann nicht zur Schule gehen kann, verlangten wir vom Bezirk die Kostenübernahme für die Schulbegleitung auch im Krankheitsfall unseres Sohnes, weil wir ansonsten gar keine Schulbegleitung für ihn finden würden, da die Refinanzierung zwischen Kostenträger und Leistungsträger in der Regel nur über die tatsächlich geleisteten Stunden innerhalb der Schule abgedeckt sind. Die Schulbegleitungen in Bayern werden leider noch nicht als schulische Assistenzkräfte an den Schulen direkt angestellt. Wenn behinderte Kinder häufig krank sein sollten, verdienen die Schulbegleiter in dieser Zeit kein Geld. Es gibt keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall des behinderten Kindes und bei verkürzten Unterricht und zu den Sommerferien müssen sie sich arbeitslos melden. Dabei sind die Bezüge eines Schulbegleiters ohnehin schon bescheiden.
Wovon soll die Schulbegleitung dann leben?

 

 

Die Suche nach einer neuen Schulbegleitung
Da die Sommerferien kurz bevor standen, bekamen wir den Bescheid vom Bezirk Oberbayern leider nicht mehr rechtzeitig. Doch wenn der Träger keine Rahmenvereinbarung mit dem Kostenzahler hat, darf der Träger erst mit der Suche einer Schulbegleitung beginnen, wenn der Bescheid vom Kostenzahler vorliegt. Wir schalteten also selbst Anzeigen und verteilten Aushänge. Dadurch war es uns möglich selbst eine Schulbegleitung zu finden. Da wir die Bewerbungsgespräche bei uns daheim durchführten, erfuhren wir über die unfairen Arbeitsbedingungen der Schulbegleitungen, was uns direkt zu einer weiteren Petition veranlasste:

 

Schulbegleitung Bayern-wir fordern Kontinuität, faire Bezahlung statt prekärer Bedingungen

https://www.change.org/p/schulbegleitung-bayern-wir-fordern-kontinuit%C3%A4t-faire-bezahlung-statt-prek%C3%A4rer-bedingungen

 

Diese Gespräche waren für uns sehr wichtig, um zu verstehen, wo wirklich die Schwierigkeiten und Probleme liegen. Über Probleme mit der Bezahlung und der Refinanzierung zwischen Kostenzahler und Leistungsträger hätten wir sonst nie etwas erfahren. Da der Bezirk Oberbayern jedoch die Einzelvereinbarung mit dem neuen Träger nicht zum Abschluss bringen konnte, mussten wir Eltern uns bereit erklären die Kosten zu übernehmen, bis die Einzelvereinbarung zum Abschluss gebracht werden konnte. Ansonsten hätte unser Sohn wieder nicht zur Schule gehen können.

 

 

 

Das 4. Schuljahr an der Grundschule Münsing mit Profil Inklusion
Das 4. Schuljahr begann und unser Sohn freute sich endlich wieder an seine Grundschule zurückkehren zu können. In der Zwischenzeit hatte an der Grundschule Münsing mit dem Schulprofil Inklusion aber der besagte Schulleiterwechsel stattgefunden. Es gab nicht einmal eine Abschiedsfeier für die vorherige Schulleitung, die ihre Sache nach unserer Überzeugung über eine lange Zeit ausgesprochen gut gemacht hat.
 

12. September 2017

Münsinger Rektorin wechselt heimlich in den Ruhestand

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/die-rektorin-wechselt-heimlich-in-den-ruhestand-1.3663866

Da unser Sohn das 3. Schuljahr wegen fehlender Schulbegleitung

nur an 22 Tagen besuchen konnte, haben wir diesen Schulleiterwechsel auch gar nicht so recht mitbekommen. Die Grundschule Münsing hat seit Jahren das Schulprofil Inklusion. Und dieses Profil wurde unter der Leitung der früheren Schulleitung auch intensiv gelebt. Wenn nun behauptet wird, dass das Schulprofil Inklusion in der gesamten Schulgemeinschaft auch weiterhin gelebt wird, wir aber die Umsetzung eines inklusiven pädagogischen Konzeptes einfach nicht mehr erkennen können, darf sich die neue Schulleitung über Kritik nicht wundern. Was die neue Schulleitung tut, wird in Fachkreisen gemeinhin als Integration und nicht als Inklusion verstanden. Dafür hätten wir nicht jeden Tag zweimal den Weg von Starnberg nach Münsing auf uns nehmen müssen. Wir wurden aufgefordert für unseren Sohn einen inklusiven Schulplatz an einer Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion zu suchen.
Das haben wir getan. Da es in Starnberg bis heute keine Grundschule mit dem Schulprofil Inklusion gibt, blieb uns nur der Weg nach Münsing. Nachdem mit der neuen Schulleitung kein Konsens hinsichtlich der Fortführung der inklusiven Beschulung gefunden werden konnte,
gab es zunehmend Probleme. 

 

Zum Schulbeginn in Bayern mussten wir nun auch unsere jüngste gesunde Tochter an der Grundschule Münsing anmelden, denn es wäre logistisch nicht zu bewältigen, ein Kind in Starnberg und ein Kind in Münsing beschulen zu lassen. Dafür gibt es im bayerischen Schulgesetz für Familien eine Geschwisterregelung, so dass für das Geschwisterkind ein Gastschulantrag gestellt werden kann.
Doch freiwillig wurde uns die Anmeldung unserer Tochter in Münsing nicht gestattet. So mussten
wir erneut gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen, diesmal vor dem Verwaltungsgericht in München.
Wir bekamen auch in diesem Fall Recht. Allerdings versah die neue Schulleitung der Grundschule Münsing den Gastschulantrag für unsere Tochter mit einer „Einschränkung“. Unsere Tochter dürfe die Grundschule Münsing nur solange besuchen, wie unser körperbehinderter Sohn dort noch zur Schule gehe. Wenn er also irgendwann eine weiterführende Schule besuchen wird, heißt dies für unsere Tochter, dass sie ihren Schulplatz und ihr soziales Umfeld verlieren wird. Unsere Tochter wird also
dafür bestraft, dass sie einen behinderten Bruder hat und es in Starnberg keine Grundschule gibt,
die bereits das Schulprofil Inklusion entwickelt hat. Dabei steht im Schulgesetz:


Die inklusive Schule ist ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen.

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG-30b


 

 

Nachdem unser Sohn also über ein halbes Jahr nicht zur Schule gehen konnte, kehrte er am 11.09.2018 zusammen mit seiner Schwester an seine Schule zurück. Bereits in der ersten Woche musste unser Sohn in der Schule zahlreiche Leistungsnachweise schreiben, obwohl er an vielen Unterrichtsinhalten des letzten Halbjahres gar nicht teilnehmen konnte und ohne das zuvor die verpassten Unterrichtsinhalte aus dem 2. Halbjahr der 3. Jahrgangsstufe in der Schule
 nachgeholt worden wären.



http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVSO-10
(2) 1Schriftliche Leistungsnachweise müssen sich aus dem unmittelbaren Unterrichtsablauf ergeben und in der Jahrgangsstufe 4 angekündigt werden.
2Der Termin eines schriftlichen Leistungsnachweises muss spätestens eine Woche vorher bekannt gegeben werden.

 

Stattdessen wurde nun von der Schule verlangt, dass wir dafür verantwortlich sind, alle verpassten Unterrichtsinhalte zu Hause zusätzlich zum Lehrplan der 4. Klasse nachzuholen. Das schafft unser Sohn schon wegen seiner Körperbehinderung nicht. Da wir auch nicht auf Lehramt studiert haben, wurde mit dem Fachdienst MSD Körperbehinderung am 16.10.2018 in der Schule vereinbart, dass uns die Lehrerhandbücher von der Schule zur Verfügung gestellt werden, damit wir wenigstens einen Teil der verpassten Unterrichtsinhalte daheim nachholen können. Denn diese Lehrerhandbücher können Eltern in der Regel nicht selbst käuflich erwerben (in Bayern geht das nicht, in anderen Bundesländern werden diese Lehrerhandbücher von den Verlagen sogar online den Eltern von behinderten Kindern zur Verfügung gestellt). Uns wurde die Aushändigung der Lehrerhandbücher sogar schriftlich zugesichert. Leider hat sich die Schulleitung der Grundschule Münsing dann nicht an diese Absprache gehalten. Die neue Schulleitung gab als Begründung an, dass es nicht möglich sei uns die Lehrerhandbücher auszuhändigen, da man darin eine Bevorzugung unseres Sohnes sehen könne.
In der Tat werden dann aber alle Kinder von Grundschullehrerinnen generell bevorzugt.
Was für eine Argumentation.

 

 

 

 

Der Abschulungsversuch durch die Schulleitung
Zwei Wochen später erhielten wir eine schriftliche Mitteilung von der Grundschule Münsing.
Darin wurde uns mitgeteilt, dass man unseren Sohn nicht weiter beschulen könne und wir eine andere Einrichtung für ihn suchen sollen. Nach nur ca. zwei Schulwochen im neuen Schuljahr hat die neue Schulleitung also versucht unseren behinderten Sohn auf eine Einrichtung abzuschulen.
Uns wurde schon bei der Einschulung unserer Tochter erklärt, dass von den ehemals 18-20 Kindern
mit einer echten Behinderung (und nicht nur mit sonderpädagogischem Förderbedarf) an der GS Münsing innerhalb eines Jahres nur noch 2 Kinder übrig geblieben sind, unser Sohn und noch ein anderer Junge, ebenfalls aus Starnberg. Ein Schelm, der Böses dabei denkt und an Zufälle glaubt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte unser Sohn noch nicht einmal einen Nachteilsausgleich vom MSD-Fachdienst für Körperbehinderung und im individuellen Förderplan wurden keine Ziele vereinbart,
wie er die verpassten Unterrichtsinhalte wird nachholen können. Doch davon wussten wir lange Zeit nichts, da uns der individuelle Förderplan von der neuen Schulleitung gar nicht ausgehändigt wurde
und wir dies erst mit anwaltlicher Hilfe einfordern konnten. Für den Nachteilsausgleich hat die Grundschule über ein Jahr lang benötigt, da die neue Schulleitung diesen Nachteilsausgleich zuerst verweigert hatte mit den Begründungen, unser Sohn habe gar keine Körperbehinderung und das klinische Gutachten (das zu dem Zeitpunkt damals ca. 1 1/2 Jahre alt war) sei außerdem zu alt
und wir müssten der Grundschule zuerst ein neues klinisches Gutachten vorlegen.

 

 

Die falsche Kindeswohlgefährdungs-Meldung unserer Tochter

Nur kurze Zeit später erreichte uns durch das Jugendamt Starnberg die Mitteilung, dass eine Kindeswohlgefährdungsanzeige für unsere Tochter vorliege, der man pflichtgemäß nachgehen müsse. Wie sich herausstellte, wurde die Anzeige von der Schulleitung der GS Münsing erstattet. Da zuvor überhaupt kein Gespräch stattgefunden hatte, kannten wir keine konkreten Vorwürfe.
Eine Akteneinsicht wurde uns verweigert. Man möge sich kooperativ zeigen und keine Bedingungen
an die Gesprächsteilnahme knüpfen. Nach Rechtsstaatlichkeit klingt das nicht gerade, eher wie „Management nach Gutsherrenart“. Da wir in unserer Selbsthilfegruppe bereits zahlreiche ähnliche Fälle dieser Art hatten, starteten wir eine weitere Petition:



Menschenrecht auf hochwertige, inklusive Bildung für alle Lernenden

 

https://www.change.org/p/prof-dr-michael-piazolo-menschenrecht-auf-hochwertige-inklusive-bildung-f%C3%BCr-alle-lernenden


 

Da unsere Familie das Gegenteil eines sozialen Brennpunktes darstellen dürfte und das Wohl unserer Kinder für uns das Wichtigste ist, vermuteten wir sofort, dass es bei diesem Akt eigentlich um den Abschulungsversuch unseres behinderten Sohnes ging und nicht um eine etwaige Kindeswohlgefährdung. 

 

 

Maßnahmen durch das Jugendamt Starnberg
Natürlich waren wir bereit mit dem Jugendamt Starnberg zusammenzuarbeiten, um dieses Unrecht auch für andere betroffene Familien mit behinderten Kindern aufzuklären. Aus freien Stücken haben
wir eine amtsärztliche Untersuchung unserer Tochter veranlasst sowie einen Hausbesuch und einen Hospitationstermin mit dem Jugendamt vereinbart. Zudem haben wir einen klinisch anerkannten
IQ-Test unserer Tochter veranlasst. Da uns die Gefährdungsmeldung der Schule nicht schriftlich ausgehändigt wurde, verlangte unsere Anwältin Akteneinsicht. Diese wird uns nun seit November 2018 vom Jugendamt Starnberg verweigert, mit der Begründung „ es gäbe gar kein Verwaltungsverfahren“. Trotzdem zeigten wir uns kooperativ und nahmen an einem Gesprächstermin beim Jugendamt Starnberg zusammen mit der neuen Schulleitung der Grundschule Münsing und unserer Anwältin teil.

 

 

Der Gesprächstermin beim Jugendamt Starnberg

Wir wurden aufgefordert eine Schweigepflichtentbindung zu unterzeichnen, damit sich das Jugendamt mit der Kinderärztin unserer Tochter und dem Amtsarzt austauschen konnte. Wir stimmten dem Hospitationstermin an der Grundschule Münsing zu und auch einem Hausbesuch bei uns daheim, obwohl in diesem ersten Gespräch die niederschwelligen Vorwürfe bereits weitgehend entkräftet werden konnten. Nachdem die Termine "abgearbeitet wurden" und, wie nicht anders zu erwarten war, keine Kindeswohlgefährdung bei unserer Tochter festgestellt werden konnte, forderte unsere Anwältin erneut die Akteneinsicht beim Jugendamt Starnberg ein. Diese wurde uns wieder verweigert. Stattdessen wurden wir nun vom Jugendamt unter erneuter Anwaltsumgehung aufgefordert, zu einem weiteren Gespräch zu erscheinen. Da aber eindeutig keine Kindeswohlgefährdung bei unserer Tochter vorliegt, sonst hätte das Jugendamt Starnberg auch unsere Schweigepflichtentbindung gar nicht benötigt, scheint es hier in Wirklichkeit doch wohl nur darum zu gehen, dass die neue Schulleitung Druck auf uns ausüben will, damit wir die Grundschule Münsing endlich freiwillig verlassen und nicht länger das fehlende inklusive pädagogische Konzept bemängeln. 

Uns wurde nun vom Jugendamt mitgeteilt, dass erfreulicherweise eine Kindeswohlgefährdung ausgeschlossen wird und somit das Überprüfungsverfahren abgeschlossen wurde.

 

 

 

Kein pädagogisches Inklusionskonzept und keine Inklusionsklassen
mit einer Doppelbesetzung an der Inklusionsgrundschule
Gegenwärtig wird an der Grundschule Münsing Integration praktiziert, keine Inklusion.
 In Münsing erhalten die behinderten Kinder entweder einen Notenschutz, wenn es schwierig wird,
da durch die fehlende Benotung kein Druck erzeugt wird, da das Kind dann keinem Lehrplan mehr folgen muss. Die Behinderten laufen dann so mit und können nur noch bis zum Ende der Grundschulzeit an der Regelschule verbleiben. Dann wechseln sie automatisch auf eine
Sonderschule. 

 

Was ist eine Inklusionsklasse?


Die Grundschule Münsing gibt zwar auf ihrer Internetseite an, sie hätte bereits 8 Inklusionsklassen, aber das entspricht nach unserer Überzeugung nicht den Tatsachen. In einer richtigen Inklusionsklasse ist zusätzlich zur Klassenlehrerin eine Sonderpädagogin während des gesamten Unterrichtszeit anwesend, da Regelschullehrer keine sonderpädagogische Ausbildung haben und dies bei über
20 Kinder nicht leisten können. In Münsing gibt es bisher keine Klasse mit einer Doppelbesetzung während der gesamten Unterrichtszeit. In Münsing ist zwar eine Sonderpädagogin an drei Vormittagen an der Schule für über 
20 Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf eingeteilt, aber das reicht natürlich keinesfalls aus.

 


Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen

(BayEUG) Art. 30b Inklusive Schule

(5)  Für Schülerinnen und Schüler mit sehr hohem sonderpädagogischen Förderbedarf können in Schulen mit
dem Schulprofil „Inklusion“ Klassen gebildet werden, in denen sie im gemeinsamen Unterricht durch eine Lehrkraft der allgemeinen Schule und eine Lehrkraft für Sonderpädagogik unterrichtet werden. 2Die Lehrkraft für Sonderpädagogik kann durch sonstiges Personal unterstützt bzw. teilweise nach Maßgabe der Art. 60 Abs. 2 Sätze 1 und 2 ersetzt werden. 3Diese Klassen bedürfen der Zustimmung des Schulaufwandsträgers und der Regierung.

 

 

Wir wünschen inklusive Bildung mit einem Nachteilsausgleich vom MSD-Fachdienst für Körperbehinderung und einem individuellen Förderplan, in welchem genau festgelegt wird, welche Ziele wie und wann erreicht werden sollen. Obwohl ein Nachteilsausgleich und ein individueller Förderplan auch noch keine richtige Inklusion darstellen und dies als Übergangsvariante gesehen wird,  bis die Länder entsprechende Konzepte an den Schulen erarbeitet und erfolgreich etabliert haben,
ist dies allenthalben besser als eine Aussonderung.

 

 

 

Klage vor dem Verwaltungsgericht München und Datenschutzbeschwerde

Wir haben Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht, um Akteneinsicht zu erhalten
zumindest für die über und gespeicherten personenbezogenen Daten.
Ebenso haben wir Datenschutzbeschwerde erhoben und eine Beschwerde
beim Bayerischen Landtag.

 

 

 

 

Abmeldung der Kinder von der Grundschule Münsing, 19. März 2019
Wir haben unsere Kinder von der Grundschule Münsing abgemeldet.

Inklusion kann man nicht einfordern wenn sie nicht gewünscht ist, auch nicht an einer Schule mit dem Schulprofil Inklusion. Unsere Kinder waren dort nicht erwünscht. Sie haben unter diesen schwierigen Bedingungen an dieser Schule keine Zukunftsperspektive. Auch ist es schwierig Freundschaften zu knüpfen, der Fahrweg ist einfach zu weit und wir gehören einfach nicht dazu, weil wir aus Starnberg und nicht aus Münsing kommen.
 

 

Wir werden uns weiterhin für eine inklusive Bildung unseres Sohnes einsetzen, denn
dies ist die beste Bildungsform für ALLE Kinder. Wir fordern das Menschenrecht auf
Inklusion und Teilhabe. 
Es ist diskriminierend und rufschädigend
wie wir als Familie mit einem behinderten Kind von der Elterngemeinschaft und der Schule behandelt wurden, nur weil wir Inklusion an einer Inklusionsgrundschule einfordern,
so wie es im bayerischen Schulgesetz geschrieben steht:

 

 

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG-30b?hl=true


 

Bitte teilen Sie gerne unseren Erfahrungsbericht, da wir wissen, dass wir kein Einzelfall sind.



Susann Dohm, Leiterin und Gründungsmitglied
Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G.
und der Selbsthilfegruppe Inklusionsbewegung Starnberg

 

 https://www.deutscher-verband-inklusiver-schulentwicklung.com/

 

 

 


 

 

 

13.04.2019
Wir haben heute diesen Hassbrief mit Absender
"ELTERNBEWEGUNG der INKLUSIONSSCHULE Münsing" erhalten.
Dieser Hassbrief wurde uns ohne Unterschrift und Absender per Post zugestellt.

(Poststempel vom 12.04.2019, Briefzentrum Augsburg) 

 

 

16.04.2019
Nachdem wir heute eine weitere Drohung per Mail erhalten haben,
werden wir den Hassbrief hier erst einmal entfernen.


Wir haben Anzeige erstattet und einen Strafantrag eingereicht.
Die Staatsanwaltschaft München ermittelt.
 
 

 

 

 

Unsere Petition wurde beim Bayerischen Landtag eingereicht !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright / Urheberrechte
Die aufgelisteten Zitate stammen aus unters chiedlichen Quellen - teilweise selbst verfaßt, teilweise von
anderen Autoren bzw. aus Internetseiten, zugesandten Mails etc. Leider sind die ursprünglichen Urheber,
Autoren oder eventuelle Rechte-Inhaber nicht immer nachvollziehbar. Bei der Auswahl bin ich bemüht,
keine geltenden Urheberrechte oder gültige Copyrights zu verletzen. Im Falle einer versehentlichen Rechtsverletzung,
bitte ich um eine kurze Nachricht. Eine nicht vorhandene Quellenangabe hole ich
dann sofort nach bzw. entferne das Zitat von der Webseite. 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Inklusionsbewegung Starnberg