Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit
Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit

Stand der Inklusion in Starnberg

 

 

 

 

 

Bisher gibt es keine einzige Profilschule Inklusion in Starnberg

 

Inklusion ist an den Regelschulen in Starnberg bisher überhaupt/kaum ein Thema, weil vom Freistaat erforderliche Maßnahmen im Vorfeld nicht in ausreichender Form vorgenommen wurden. Es Bedarf dringender Reformen im bayerischen Bildungssystem. Falls der Freistaat den Aufbau von Inklusion an den Regelschulen nicht wünscht, müssen neue Möglichkeiten gefunden werden, wie ein vereinfachter Zugang zu Inklusionsschulen außerhalb des Schulsprengels und des Wohnlandkreises per Gastschulantrag und einer Kostenübernahme des Transportes dorthin, sowie eine Ergänzungsmöglichkeit der "Schulpflicht für Behinderte" in eine "Bildungspflicht für Behinderte" mit entsprechender Kostenübernahme zur Bildung eigener Lerngruppen am Wohnort in Verbindung mit Fernunterrichtslehrern" in Regionen, wo noch keine Inklusionsschulen entwickelt werden konnten, bis diese auch im Freistaat Bayern flächendeckend und erfolgreich entwickelt werden konnten, damit eine wirklich freie Wahlmöglichkeit für Inklusion überhaupt umgesetzt werden kann.

 

 

 

 

Es gibt nicht mehr die reine Trennung zwischen Regel- und Förderschule, sondern eine dritte Möglichkeit
der tatsächlichen Inklusion an einer Regelschule mit dem Schulprofil Inklusion.


 

sonderpädagogischer Förderbedarf
 (sind in der Regel nichtbehinderte Kinder ohne anerkannte Schwerbehinderung z.B. LRS-Schwäche)

hoher sonderpädagogischer Förderbedarf
 (sind Kinder mit festgestellter Schwerbehinderung von mindestens 50%)

 

 

sehr hoher sonderpädagogischer Förderbedarf
(sind Kinder mit festgestellter Schwerbehinderung von über 50%  und einer Kombination mehrerer sonderpädagogischer Förderbedarfe mit unterschiedlich starker Ausprägung und sehr hohem Unterstützungsbedarf)

 

 

 

Es ergeben sich derzeit 4 verschiedene Bildungsmöglichkeiten
ür behinderte und kranke Kinder:

 

 

 

1. Möglichkeit:
Eine Förderschule /Förderzentrum

Hier ist keine Inklusion möglich, da die nichtbehinderten Kinder fehlen.
Die Teilhabe in der Gesellschaft wird nicht ermöglicht und es ist Separation und nicht Inklusion.
Wenn behinderte Kinder aus der Gemeinschaft heraus genommen werden, werden sie exkludiert.
Wenn Kinder aus dem Wohnumfeld genommen werden müssen und weit entfernte Förderschulen
besuchen, ist dies das Gegenteil von Inklusion, da sie am Wohnort wie Fremde aufwachsen
müssen, da sie nur wenige Kontakt zu Nachbarskindern aufbauen können.

 


2. Möglichkeit: 
Regelschule "ohne" Profil Inklusion
Eine "normale" Regelgrundschule oder weiterführende Regelschule ohne das Profil Inklusion.
Hier ist nur eine integrative Beschulung möglich von Kindern mit sonderpädagogischer Förderung.
Bei Kindern mit hoher und sehr hoher sonderpädagogischer Förderung reicht diese Schulumgebung jedoch nicht aus
um diese Kinder erfolgreich inklusiv zu unterrichten, da es an diesen Schulen keine Inklusionskonzepte gibt und 
Regelschullehrer/innen keine sonderpädagogische Ausbildung haben und diese Schulen keine festangestellten Sonderpädagogen haben. Der MSD (Mobile sonderpädagogische Dienst) ist viel zu selten an der Schule um inklusiven Unterricht optimal entwickeln zu können. Eine Sicherstellung der notwendigen Schulbegleitungen ist nicht durchgänging möglich, da diese weiter als Sozialleistung (Hilfeleistung) über andere Fördertöpfe beantragt werden müssen
also Bezirk und Jugendamt) und dort immer der Wunsch nach einer Kostenoptimierung (Einsparungspotenzial) von Sozialleistungen zu Grunde liegt, mit teils bürokratischen unüberwindbaren Hürden die zu Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen den beiden Behörden führen und teils langen Wartezeiten bei der Bearbeitung der Anträge, weil immer
aktuelle klinische Gutachten (beim Jugendamt alle 6 Monate oder alle 12 )  verlangt werden, obwohl die Stellungnahmen
der Schulen laut Gesetz ausreichen dürfen, kann hier das Menschenrecht von schulischer Teilhabe (also Inklusion)
n dieser Form keinen Erfolg haben.


 

3. Möglichkeit: 
Regelschule "mit" Profil Inklusion
(wird auch oft als Inklusionsschule bezeichnet)
Eine "normale" Regelgrundschule oder weiterführende Regelschule mit dem Profil Inklusion.

Das ist eine "normale" Regelschule die erfolgreich das Profil Inklusion entwickelt konnte (ein inklusives Schulkonzept entwickelt hat und die Umsetzung von Nachteilsausgleichen und Förderplänen sicherstellen kann). 
Hier ist inklusiver Unterricht wirklich möglich, weil eine festangestellte Sonderpädagogin diese Schule mit
13 Wochenstunden unterstützt und weitere 13 Stunden einer Förderlehrerin erhält. Hier können behinderte Kinder
mit hohem und sehr hohem Förderbedarf erfolgreich in der Einzelinklusion unterrichtet werden.
 „Im Gegensatz zur Integration will die Inklusion nicht die Kinder den Bedingungen der Schule anpassen, sondern die Rahmenbedingungen an den Bedürfnisse und Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler ausrichten.“
 

 

 

4. Möglichkeit: 
Bildung in häusslicher Umgebung
Oft finden die Eltern keine inklusiven Schulplätze in der näheren Umgebung. Diese Kinder können dann trotz der Schulpflicht keine Schule besuchen. Sie müssen zu Hause bleiben oder in klinische Einrichtungen. Viele erhalten keine Schulbegleitung und dürfen/können die Schule dann nicht besuchen und andere können die Schulen nicht besuchen z.B. wegen starker Schulängste bei Autismus oder bei Eigen- und Fremdgefährdung. Dann ist nur Fernunterricht möglich, damit diese
Kinder eine Chance erhalten und Teilhabe. Leider werden diese Kosten bisher nur selten übernommen.
Eltern müssen dies vor Gericht erstreiten.

 

 

 

 

Forderungen an den Freistaat Bayern

 

Wir wünschen uns eine Grundschule, eine weiterführende Schule und ein Gymnasium in Starnberg die in Kürze damit beginnen das Profil Inklusion zu entwickeln (bedeutet ein Inklusionskonzept erarbeiten) und Kinder mit Behinderungen aufnehmen und eine fest angestellten Sonderpädagogin einstellen

Eine gute Novellierung der bayerischen Schulgesetze zur Inklusion.  

 

Eine Neuregelung der Zuständigkeiten und Kostenübernahme von Schulbegleitungen.
Schulbegleitungen müssen mit Festverträgen direkt an den Schulen angestellt werden.
Die Schulen kümmern sich dann um die Bürokratie mit dem Bezirk und dem Jugendamt.

 

Eine Übergangsregelung mit einem leichteren Zugang per Gastschulantrag zu einer Inklusionsschule
die das Profil bereits entwickelt hat (außerhalb des Wohnsprengels und des Landkreises) mit

einer Kostenübernahme und Sicherstellung der Beförderung. 

Dies würde der UN-Behindertenrechtskonvention wirklich entsprechen, schulische Teilhabe ermöglichen
und somit ein Menschenrecht erfüllen.

 

 

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