Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit
Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit

 

 

Schulbegleitung / Individualbegleitung

 

Bald beginnt das nächste Schuljahr und den betroffenen Eltern deren Kinder mit Behinderungen bisher im Kindergarten die Eingliederungshilfe vom Bezirk erhalten haben, diese aber nun in Form der Individualbegleitung/Schulbegleitung in Fällen der "seelischen behinderten Kinder" an das Jugendamt übergehen, werden nicht rechtzeitig informiert.

 
Den Eltern wird auch oft vom Bezirk und Jugendamt gesagt, dass der Antrag erst bearbeitet werden kann, wenn alle Unterlagen vorliegen.
 
Alle Unterlagen sind:

1. Es werden für jedes neue Schuljahr AKTUELLE/NEUE/FRISCHE klinische Gutachten verlangt (obwohl ich das in keinem Gesetz finden konnte, es gibt dafür also keine rechtliche Grundlage). Facharztberichte werden von den Behörden jedoch nicht anerkannt. Also brauchen wir nicht mehr zu Fachärzten gehen. Das erklärt die langen Wartezeiten bei den Kliniken wenn man nicht privat versichert ist. Wartezeiten bis zu 8 Monaten sind oft möglich.
 
2. Es wird ein Hilfeplangespräch durchgeführt oder zuerst ein Termin zur Hospitation in der Schule (dann müssen aber Übergangslösungen mit ausreichenden Personal in der Schule geschaffen werden, wenn man auf diese Regelung weiterhin besteht, da das Kind ja noch nicht die Schule besucht oder eine Probewoche muß vorher für Kinder mit Förderbedarf eingeführt werden.
 
3. Es wird die Stellungnahme der Schule von der Sonderpädagogin (MSD) benötigt. Da das Kind jedoch erst eingeschult wird, kann die Schule natürlich diese Stellungnahme vor der Einschulung nicht beurteilen und erstellen.

Das bedeutet, viele Kinder mit Beeinträchtigungen die wirklich auf eine Unterstützung angewiesen sind weil sie einen hohen sonderpädagogischen Förderbedarf haben, weil die inklusiven Voraussetzungen mangels inklusiver Konzepte in Bayern bisher nicht entwickelt wurden, müssen in den entscheidenen ersten 6 - 12 Wochen irgendwie alleine zurecht kommen. Das ist eine große Last die die Schulen hier leisten müssen und geht auf Kosten der Lehrer, der nichtbehinderten Schüler und vor allem auf die Schüler mit Behinderungen. In dieser Phase kommt es dann leider oft zu Ausgrenzungssituationen und Mobbing der betroffenen Schüler. Daher sagen manche Schulen, dass das Kind nicht zur Schule kann solange keine Schulbegleitung gefunden und genehmigt wurde.
 
Daher müssen die Schulbegleitungen/Individualbegleitungen in die Zuständigkeit der Schulen / Ministerium verlegt werden und dürfen nicht bei den Eltern verbleiben. Die Eltern werden bei all den Gesprächen zwischen Träger und dem Jugendamt/Bezirk eh nur eingebunden, wenn es bereits zu gravierenden Schwierigkeiten gekommen ist. Alles andere passiert im Hintergrund und wir werden selten in schriftlicher Form informiert und vieles was gesprochen wurde, findet sich später in den Protokollen anders dargestellt wieder. Daher nehmen wir zu Gesprächen auch nun immer Zeugen/Beistände mit und einen eigenen Protokollführer.
 
Bereits bei der Einschulungsphase zur Schuleinschreibung/Schulfähigkeitsdiagnostik auch Schulspiel genannt und im Gesundheitsamt müssen diese inklusiven Prozesse aber erst einmal entwickelt werden und die Selektion abgebaut werden. Hier haben alle Mitarbeiter beim Jugendamt, Gesundheitsamt, Bezirk bisher keinerlei inklusive Ausbildungen. Hier reden noch alle Mitarbeiter von Integration. Die ´Bedeutung des Wortes "Inklusion" wird überhaupt nicht verstanden und mit dem Wort "Integration" gleichgesetzt, was ein großer Fehler in der Entwicklung inklusiver Prozesse ist. 

Vielleicht könnten das Insitut in Dillingen entsprechende Weiterbildungen für die Mitarbeiter beim Jugendamt, Bezirk und Gesundheitsamt im Bereich der Inklusion entwickeln und anbieten.
 
 
Denn in den Sommerferien passiert bei den Behörden nichts mehr. Erst ab September können dann die Anträge weiter bearbeitet werden, deren Bearbeitungsdauer in der Regel von 6 Wochen bis zu 12 Monaten (in schwierigen Streitfällen) dauern kann.
 
Immer wieder werden Eltern darum gebeten, zuerst eine Schulbegleitung zu finden. Erst dann sind die Behörden bereit einen schriftlichen Bescheid auszustellen.
Doch es ist genau anders herum. Zuerst muß anhand der klinischen Gutachten der Bedarf (also ob Fachkraft oder Hilfskraft) und der Stundenumfang laut Stundenplan, den es auch erst im September gibt, dann die Form der Behinderung, ob auch Stunden im häusslichen Umfeld notwendig sind bei chronischer Erkrankung oder Autismus zum Beispiel und ob es sich um eine Zuweisung handelt und auch der Transport aus einem anderen Landkreis vorher geregelt werden muß. Denn für das Kind wäre eine konstante Betreuung von Schulwegbegleitung und Schulbegleitung die bessere Option. Für diese wichtigen Voraussetzungen gibt es bisher keine eindeutigen Regelung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anträge Bezirk Oberbayern

 

 

Antrag Inklusionshelfer / Schulbegleitung / Individualbegleiter
13_Antrag_für_einen_Individualbegleiter_[...]
PDF Datei [176.4 KB]
Fallmanagment Bezirk.PDF
PDF Datei [991.7 KB]

 

 

 

 

Anträge Jugendamt Starnberg

 

 

 

 

 

 

 

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