Jugendamt und Inklusion
Geht das eigentlich?

 

 

 

Ganz klar "NEIN". Derzeit noch nicht.

 

Früher wurden alle Kinder mit einer Behinderung vom Bezirk Oberbayern betreut und das war auch gut so, da die Mitarbeiter beim Bezirk sich in diesem Bereich gut auskennen und entsprechend geschult werden.


Vor ein paar Jahren kam dann jemand (vermutlich jemand der von Behinderten nicht viel zu wissen scheint) auf die Idee dies aufzuteilen. Das war meiner Meinung nach ein großer Fehler. Kinder mit "seelischen Behinderungen" werden nun vom Jugendamt betreut und Kinder mit "körperlicher oder/und geistiger Behinderung" vom Bezirk Oberbayern. Schwierig wird es nun, wenn die Ursache der Beeinträchtigung nicht eindeutig genug ist, oder die Ursache nicht gefunden werden kann. Dann streiten sich Jugendamt und Bezirk, wie in unserem Fall, schon mal 2 Jahre über die Zuständigkeit. Trotz des Gerichtes war eine richtige Zuordnung nicht möglich, da das Thema so komplex ist und ein Richter/in es auch nicht so einfach beurteilen kann, wenn bestimmte Gutachten fehlen oder fehlerhaft erstellt werden, weil vielleicht der falsche Facharzt befragt wurde oder das behinderte Kind bei der Untersuchung einen schlechten Tag hatte. Es gibt verschiedene Faktoren die bei der Feststellung einer Beeinträchtigung einen großen Einfluss haben. Da soll ein Arzt zu einem bestimmten Termin auf das Kind drauf schauen und sofort alles richtig einschätzen können.

 

Doch eigentlich ist das Jugendamt für die Betreuung der Kindern zuständig, die hilfebedürftig sind im Sinne einer ordentlichen Versorgung oder Betreuung, Kinder die von ihren Eltern vielleicht vernachlässigt werden. Es geht hier in der Regel aber um die nichtbehinderten Kinder. Die Kernaufgabe des Jugendamtes ist es diese Kinder zu schützen und im Notfall per Sorgerechtsentzug aus der Familie zu nehmen oder geeigneter Maßnahmen zu installieren. Dies ist sicher alles sehr wichtig, stellt nun im Falle von behinderten Kindern und einer inklusiven Beschulung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention einen Interessenskonflikt dar, da das Jugendamt behinderte Kinder ähnlich behandelt wir Kinder, die rnachlässigt werden. Durch mangelnde Ausbildung im sonderpädagogischen Bereich kommt es dann zu fatalen Fehleinschätzungen und fehlenden Hilfemaßnahmen, da die Schuld eines Scheiterns in der Schule oft bei den Eltern oder sogar bei dem behinderten Kind gesucht wird und nicht bei der Form der Behinderung oder der Schule, wo oft keine inklusiven Strukturen entwickelt wurden.

 

 

 

Die mangelnde Ausbildung der Sachbearbeiter beim Jugendamt

 

Die Sachbearbeiter beim Jugendamt haben keine Ausbildung im Bereich der Inklusion. Sie kennen weder die gesetzlichen Regelung, dass behinderte Kinder ein Recht auf eine wohnortnahe inklusive Beschulung haben. Das Jugendamt weiß nicht, dass es die Möglichkeit einer Zuweisung auf eine Inklusionsschule durch das Schulamt gibt. Sie können nicht immer richtig beurteilen, ob es sich bei behinderten Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten wirklich um eine Vernachlässigung handelt, oder ob dies durch eine Überforderung der Regelschule resultiert, weil dort inklusive Strukturen fehlen und es zum Mobbing von Mitschülern kommt, Schulängsten. Weil die sonderpädagogische Unterstützung fehlt, oder ein  Nachteilsausgleichs und Förderplan oder der fehlenden gut ausgebildeten Schulbegleitung.

 

Das Jugendamt Starnberg betreut derzeit ca. 20 Schulbegleiter/innen im gesamten Landkreis Starnberg. Das ist von der Menge her ein Witz. Das Jugendamt hat kein Geld für Schulbegleitungen und oft wird dies erst in "ausreichender" oder in "individueller" Form gewährt, wenn Anwälte und Gerichte um Hilfe gebeten werden.

 

Durch diese mangelde Ausbildung der Mitarbeiter kommt es sogar zu "Falschen Kindeswohlgefährdungsanzeigen". Das Schulsystem benutzt dann das Jugendamt um fragwürdige Maßnahmen, wie Zuführung auf Förderschulen oder Klinikschulen um diese Kinder dann den Förderschulen zuweisen zu können, wenn sich Eltern dagegen wären, obwohl die Familien Inklusion am Wohnort wünschen. Da aber bisher keine einzige Grundschule in Starnberg behinderte Kinder inklusiv unterrichten kann und das vom Schulamt Starnberg auch nicht erwünscht wird, wird so die Entwicklung schulischer Inklusion in Starnberg verhindert.

 

Bereits im Kindergarten beginnt hier die Selektionsmaschenerie zusammen mit der Schuleingangsuntersuchung bzw. dem Schulscreening im Kindergarten, der durch Assistenen des Gesundheitsamtes vorgenommen wird und wird dann bei der Schuleinschreibung durch eine Schulfähigkeitsdiagnostik (die als Schulspiel betitelt wird) fortgeführt. So schafft es in Starnberg bisher kein behindertes Kind auf die Regelschule und falls doch (durch Zuzug z.B.) wird es schnell einer Förderschule zugewiesen, wenn es in der Schule Probleme gibt. Bei Konzentrationsschwierigkeiten, wird gerne die Verdachtsdiagnose ADHS dafür hergenommen, dabei sind nur oft die Klassen viel zu groß, oder das Grundschulabitur in Starnberg ist einfach zu hoch angesetzt. Viele Kinder müssen daheim so viele Hausaufgaben machen, da sie kaum noch Zeit haben um sich am Nachmittag erholen zu können, zu spielen und sich mit Freunden zu treffen. Da ist es kaum ein Wunder, dass immer mehr Kinder Konzentrationsschwierigkeiten haben, denn alle sollen einmal auf das Gymnasium. Keiner will freiwillig auf eine Mittelschule, deshalb sollten alle Schulen das Profil Inklusion entwickeln und neue Wege gehen, dann würde man auch keine verschiedenen Schulformen mehr benötigen, die Klassengröße muß sich verringern und die Lehrer müssen entlastet werden und mehr Unterstützung erhalten.

 

Hier helfen also das Gesundheitsamt und das Jugendamt bei der Auslese und verhindert weiter den inklusiven Ausbau, durch veraltete Gesetze, als es noch kein Recht auf eine wohnortnahe inklusive Beschulung gab.
Inklusion existiert hier einfach nicht.

 

Wir haben gute Anwälte und wissen welche Anträge bei den Gerichten gestellt werden müssen, um das Recht auf Teilhabe auch wirklich erhalten zu können.


Wir wissen wie eine Akteneinsicht vorgenommen werden kann, da es bei den Behörden auch noch oft zu Fehler kommen kann, weil Daten Dritter einfach falsch weiter gegeben werden, ohne das die Eltern dies wissen und auf mögliche inhaltliche Fehler Einfluss nehmen können. Dies kommt dann meißt erst bei Gericht zu Tage, da das Jugendamt mit der Begründung "Recht Dritter" die Akteneinsicht verhindern kann.

 

So haben Eltern eigentlich keine Rechte und das wissen die Behörden.

 

Daher müssen die bayerischen Schulgesetze sofort geändert werden. 

Behinderte Kinder müssen wieder vollständig vom Bezirk oder einer neuen Stelle betreut werden. Eine Schulbegleitung ist KEINE Hilfeleistung. Es handelt sich um eine Teilhabeleistung und diese darf nicht aus Kostengründen verhindert werden, weil das System nicht entsprechend entwickelt wurde. Eine Integrationshilfe muß einfach und schnell bewilligt werden und bei Kindern mit bestimmten Beeinträchtigungen auch in häusslicher Umgebung (z.B. im Krankheitsfall) möglich sein.

 

Fernunterricht muß für sehr kranke Kinder ausgebaut werden. Der Hausunterricht für Kranke von der Regierung funktioniert ohne inklusives Konzept nicht. Es gibt keine freien Lehrer mit sonderpädagogischer Ausbildung und 5 Wochenstunden sind auch viel zu wenig um das Kind anschließen (nach einer langen Krankheit) erfolgreich
auf das Regelschulsystem zurückzuführen.

 

 

 Das Jugendamt Starnberg ist einfach nicht in der Lage individuelle notwendige Einzellösungen für behinderte Kinder zu schaffen. Ohne Fachwissen im inklusiven Bereich ist dies auch nicht möglich.

 
Nach zwei Jahren war es dem Jugendamt Starnberg nicht möglich eine individuelle passende Lösung für unseren Sohn zu installieren, obwohl wir eine geeignete Schulbegleitung im November 2017 gefunden hatten und sie unseren Sohn ab 01.02.2018 gerne begleitet hätte wenn der Vertrag etwas mehr finanzielle Sicherheit enthalten hätte. Das Jugendamt Starnberg war nicht dazu in der Lage, einen entsprechenden Vertrag mit dem Träger bis Januar 2018 zu vereinbaren und diese Stunden auch im häusslichen Bereich zu ermöglichen wegen der besonderen Erkrankung. Die Bezahlung der Schulbegleitung im Krankheitsfall unseres Sohnes auf Festvertragsbasis konnte auch im aktuellen Änderungsbescheid vom 17.04.2018 nicht berücksichtigt werden. Jedenfalls wurde der Bescheid so ausgestellt, dass es für uns Eltern nicht ersichtlich ist, wie sich die vertraglichen 
Leistungen zusammen setzen.
 
Zum Glück, kann ich nur sagen, haben wir ein neues klinisches Gutachten in Auftrag gegeben um endlich den zweijährigen Streit der Zuständigkeitsfrage zu klären. Seit zwei Jahren versuchen wir dem Jugendamt zu erklären, dass unser Sohn eine körperliche Behinderung hat und der Bezirk Oberbayern zuständig ist, aber keiner hört uns zu. Facharztberichte lagen seit Mai 2017 dem Jugendamt vor, aber man muß diese Facharztberichte natürlich lesen, verstehen und richtig beurteilen können, um die Frage der Zuständigkeit auch richtig beantworten zu können. Dies konnte das Jugendamt Starnberg nicht klären, obwohl wir sogar das Sozialgericht um Hilfe gebeten hatten. Wie in all den anderen offenen Punkte, die in einem 2 stündigen Hilfeplangespräch im Oktober 2017 besprochen wurden. Die Bearbeitungszeit der Anträge der Eingliederungshilfe, bis wir einen Bescheid erhalten, dauerte beim Jugendamt in der Regel zwischen 4 und 8 Monaten und diese müssen für jedes Schuljahr bzw. sogar alle 6 Monate beim Jugendamt Starnberg neu und mit neuen Stellungnahmen der Schule beantragt werden. So kann Inklusion in Starnberg jedenfalls nicht gelingen. Die Kostenübernahme einer übergangsweisen Beschulung der Web-Individualschule, wegen langer Krankheit unseres Sohnes, wurde vom Jugendamt Starnberg einfach mal abgelehnt, obwohl eine erfolgreiche Rückführung auf die Regelgrundschule ohne diese Maßnahme niemals funtkioniert hätte. Gut unser Sohn hätte natürlich einfach die Klasse wiederholen können, aber was für ein Preis wird da in Kauf genommen, das ein krankes und behindertes Kind mit einer emotionalen Anpassungsstörung dann einfach in einen neuen Klassenverbund gesteckt wird ohne zu fragen, wie sich das Kind dabei fühlt. Für den Hausunterricht der Regierung für Kranke standen keine freien Lehrer/innen mit einer sonderpädagogischen Ausbildung zur Verfügung. Eine neue Schulbegleitung mit entsprechender Erfahrung für eine 5 Tage Woche konnte seit 01.02.2018 vom Jugendamt Starnberg nicht gefunden werden. Selbst unser Antrag auf das Persönliche Budget hat das Jugendamt Starnberg abgelehnt, mit den Worten sinngemäß:
"Das persönliche Budget gibt es beim Jugendamt Starnberg nicht, das gab es hier noch nie."
 
Das unser Sohn noch immer nicht zur Schule gehen kann, ist einzig und allein das Verschulden vom Jugendamt Starnberg. Nichts ist geklärt. Das Jugendamt hat uns nun eine Schulbegleitung für eine 3 Tage Woche angeboten, aber unser Sohn muß ja auch den restlichen Unterrichtsstoff irgendwie vermittelt bekommen. Wer soll das übernehmen? Wie soll das genau gehen? Mit welchem Inklusionskonzept vom Jugendamt Starnberg? Die Übernahme der Fahrtkosten der Schulbegleitung zu uns, im Krankheitsfall, wurde vorher nicht geklärt und schriftlich im Bescheid festgehalten, genauso wenig wie die Bezahlung der Schulbegleitung im Krankheitsfall unseres Sohnes, da es durch eine Immunschwäche zu vielen Infekten kommt und zu häufigen Fehlzeiten, die Schulbegleitung aber nur bezahlt wird, wenn das Kind in der Schule ist? Diese Details müssen aber genau in den Bescheid vom Jugendamt dokumentiert und festgehalten werden um eine rechtliche Absicherung zu erhalten.
 
Zum Glück konnte nun endlich die Zuständigkeitsfrage geklärt werden und zum Glück hat unser Sohn eine körperliche Behinderung und wird nun vom Bezirk Oberbayern weiter betreut. Wir sind bereits im Gespräch mit dem Bezirk Oberbayern.
 
Das Jugendamt Starnberg konnte also bisher keine neue Schulbegleitung für unseren Sohn finden, weil die Bezahlung auf stundenbasis einfach zu schlecht ist, wenn es sich um eine Hilfskraft handelt, da nur die tatsächlich geleisteten Stunden in der Schule überhaupt bezahlt werden und da das Jugendamt Starnberg keine Festverträge genehmigt, obwohl das in anderen Bundesländern längst Standard ist. In manchen Bundesländern bekommen Schulbegleitungen sogar ein 13. Gehalt. Hier in Starnberg endet der Vertrag der Schulbegleitung in der Regel zu den Sommerferien Ende Juli eines Schuljahres. Da ist es klar, das keiner diesen Job machen will. Wer will schon für so wenig Geld und so viel Unsicherheiten arbeiten? Der Nettoverdienst liegt bei manchen Schulbegleitungen (Hilfskräften) teilweise bei netto unter 8,00 EUR pro Stunde. Überall höre ich, wie die Träger verzweifelt nach Schulbegleitungen suchen.
 
Bei Autisten die z.B.: nur verkürzten Unterricht schaffen und dies im Nachteilsausgleich so festgestellt wurde, sieht es dann schlecht aus. Hier zahlen viele Eltern die Schulbegleitung dann selbst oder geben Privat etwas dazu oder geben das Projekt "inklusive Beschulung" an der Regelschule gleich auf, da bekannt ist wie schwer es ist in Starnberg eine Schulbegleitung zu beantragen und genehmigt zu bekommen. 
 
Die Bescheide vom Jugendamt Starnberg enthalten auch in der Regel keine weiteren Details. Uns werden diese Informationen mit Absicht nicht zugänglich gemacht und wir können diese nur mit einer Akteneinsicht beim Jugendamt erhalten. Warum ist das Jugendamt Starnberg nicht offen und transparent uns Eltern gegenüber?
 
Wir sind froh, die Eingliederungshilfe nun beim Bezirk beantragen zu können. Wir haben großes Glück, da unser Sohn eine körperliche Behinderung hat. Für Kinder mit einer "seelischen Behinderung" sieht es in Starnberg
sehr schlecht aus, denn Inklusion existiert in Starnberg nicht, aber das wissen hier ja alle.
 
 

 

Aus diesem Grund arbeiten wir seit Monaten an einer Beschwerdepetition für den Landtag, wo diese Punkte genau ausgearbeitet werden um die Misstände inklusiver Rahmenbedingungen in Bayern an Beispielen zu zeigen, damit auch Sachbearbeiter ohne sonderpädagogischen Hintergrund dies verstehen können.

 

Dazu möchten wir unsere gemachten Erfahrungen an die Öffentlichkeit bringen, um über diese Zustände aufzuklären und wir sind kein Einzelfall. Im Laufe der vielen Jahre meiner Beratung, haben sich auch andere Familien bei uns gemeldet.

 

Viele Familien wandern deswegen sogar aus, oder flüchten aus diesem Schulsystem um schulfrei zu leben, aber in Wirklichkeit wird diesen behinderten Kindern oder besser formuliert "besonderen und oft sehr sensiblen und kranken Kindern" nicht genug geholfen, weil oft das Verständnis dafür fehlt und Inklusion noch nicht angekommen ist und auch nicht gewollt wird.

 

Manche Schulleitungen und Schulsysteme verfügen über eine solche Macht um "Falsche" Kindeswohlgefährdungsanzeigen zu stellen, Verdachtsdiagnosen zu behaupten wie im Fall Mollath, oder direkt das Familiengericht einschalten.

 

Wir haben das selbst erlebt und wir haben mit Anwälten gekämpft.

 

Daher weiß ich heute darüber Bescheid und gebe dieses Wissen anderen Betroffenen weiter, damit ihre Kinder es leichter haben und sofern es die Eltern wünschen, ihr Recht auf Inklusion nun auch in

Starnberg einfordern können.

Susann Dohm

 

 

 

 

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Falsche Kindeswohlgefährdungsanzeigen bei Kindern mit Behinderungen

Ja, wir sind auch einer dieser Familien.
Es fällt mir auch nach Jahren nicht leicht darüber zu berichten, welches Unrecht unserer Familie im Jahr 2013 seitens der Behörden zugefügt wurde, aber es ist Zeit damit an die Öffentlichkeit zu gehen, weil wir KEIN Einzelfall sind und endlich etwas verändert werden muß im Umgang mit Inklusion und
mit behinderten Kindern.

Viele behinderte Kinder, die an Regelschulen nicht erfolgreich inklusiv beschult werden und deren Eltern sich aber Inklusion wünschen, werden dort überfordert weil keine inklusiven Strukturen entwickelt wurden. Sie werden von Mitschülern und Eltern der nichtbehindertern Kinder ausgegrenzt und sogar von den Schulen ausgewiesen, obwohl das garnicht zulässig ist.

Diese Erfahrungen sind der Grund dafür, weshalb ich heute ehrenamtlich anderen Eltern helfe. Ich weiß, wie diese Behörden zusammen arbeiten, welche Fehler ihnen unterlaufen oder sie vielleicht auch bewusst in Kauf nehmen, weil sie im sonderpädagogischen Bereich schlecht oder garnicht ausgebildet sind oder Kosten eingespart werden müssen. Alle Kinder ob "Behinderte oder Beeinträchtigte" oder "Nichtbehinderte" werden gleich gesehen und es gelten für sie gleiche Maßstäbe, gleiche Regeln, ob das beeinträchtigte Kind mit einer Wahrnehmungsverarbeitungsstörung, Angststörung oder Mobbing in der Schule durch Schüler aber auch durch manchen Lehrer, überfordert wird, spielt für die Behörden keine Rolle. Da diese beeinträchtigten Kinder mit ihrem veränderten Verhalten oft stören und nicht in die Schulsysteme passen, die für gesunde Kinder entwickelt wurden und die notwendige Hilfe und Förderung nicht erhalten, werden sie falsch verstanden und für ihre Beeinträchtigung mit der Aussonderung bestraft.

So kommt es immer wieder zu falschen Kindeswohlgefährdungsanzeigen durch Schulen, weil Lehrer und Schulleitungen keine sonderpädagogische Ausbildung haben, um das Verhalten behinderter Kinder richtig einschätzen zu können, auch in unserem Fall.

Als sich das Jugendamt bei uns meldete, wußten wir von nix, da natürlich ohne unseres Wissens bereits aggiert wurde und das ist im übrigen die Regel. Unterschreibt z.B. eine Familie die Schweigepflichtentbindung für den Kindergarten bei der Schuleinschreibung nicht, dann gibt die Schule dies direkt an das Jugendamt weiter. Dort wird dann direkt eine neue Akte eröffnet und es gibt für diese Familie einen Eintrag, das diese nicht mitarbeitern würden um das Kind entsprechend fördern zu können. Alles wird im Lichte des Wohls des Kindes dargestellt, dabei dient alles der Selektionsmaschenerie, damit auch in den nächsten 10 Jahren keine schulische Entwicklung von Inklusion in Bayern erfolgreich sein wird.

Wir sollten mit unserem Sohn nur zu einer Kinderpsychologen gehen und einen LRS-Test machen, doch in Wirklichkeit hatte die Schule, die Schulleitung diese Kinderpsychologen beauftragt ein geheimes Gutachten zu erstellen (dies konnte später durch die Akteneinsicht sogar mit eMails zwischen Schule und Praxis belegt werden). Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits die Heckscherklinik mit eingebunden, obwohl bereits zwei klinische Gutachten vorlagen die eine UEMF Umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktionen und einer Hochbegabung diagnostizierten, aber da Schulen und Jugendamt auch von dem Thema Hochbegabung keine Ahnung haben, gingen diese stasiähnlichen Handlungen weiter. Mein Mann konnte das alles nicht fassen, da ich aber aus der DDR stamme und mir diese Bespitzelungen und Beeinflussungen dadurch bestens bekann waren, wurde ich sofort hellhörig und suchte sofort nach einem erfahrenen Antwalt.

Leider ist das oft der Fall. Eltern mit auffälligen Kindern werden von der Schule zu Kinderpsychologen geschickt, die im Sinne der Schule Gutachten erstellen, daher immer in gute SPZ gehen, die neutral arbeiten und "wirklich" das Wohl des Kindes mit einer Beeinträchtigung im Auge behalten und es nicht aus dem Regelschulbereich aussortieren wollen. Unsere damalige Schulleitung hat eine Verdachtsdiagnose in einem geheimen Gutachten dokumentieren lassen, obwohl sie über keine medizinische Ausbildung verfügt und die natürlich nicht der Wahrheit entsprach, dabei forderte ich im Jahr 2011 nur Inklusion an der wohnortnahen Grundschule ein. Ich verlangte einen Nachteilsausgleich und das der MSD (Mobile sonderpädagogische Dienst) für Motorik unseren Sohn an der Grundschule betreuen und unterstützen darf, doch diese Grundschule verweigerte 2 Jahre lang ein Treffen und der MSD durfte nicht an diese Schule kommen um einen Nachteilsausgleich wegen seiner motorischen Probleme zu erarbeiten. In dieser Zeit erhielt unser Sohn nicht die notwendigen Hilfen und Förderungen. Es handelt sich um eine Grundschule im münchner Süden.

Sie bereiteten alles zusammen mit dem Schulamt vor, so wie es heute bei Familien leider immer noch gemacht wird.

Einige Zeit später rief ein Arzt der Heckscherklinik an und fragte, wann denn unsere drei Kinder zur stationären Behandlung gebracht würden. Unsere jüngste Tochter war damals gerade 8 Monate jung und ich stillte sie noch. Durch einen Fehler, wie sich erst später heraus stellte durch die Akteneinsicht beim Jugendamt, deshalb ist diese Akteneinsicht so wichtig, hatte die Psychologin oder ihre Assistentin einen Schreibfehler im heimlichen Bericht. Sie hatten bei unseren Tochter die damals 8 Monate alt war, eine 18 Monate alte Tochter gemacht und für 18 Monate, war sie natürlich viel zu klein und durch diesen Fehler wurde mir unterstellt, ich würde das Kind vernachlässigen und es wurde sogar die Verdachtsdiagnose "Münchhausensyndrom" verpasst, ohne das ich daraufhin begutachtet wurde. Aber alleine ein Verdacht von jemanden der keine Ahnung hat oder Fehler macht, kann in Deutschland ausreichen um eine ganz normale Familie zu zerstören.

Ich rief sofort unseren Anwalt an, der sofort das Jugendamt anrief und feststellte, welche Lügen von der Schule, Schulamt verbreitet worden. Wir verklagten die Praxis, die Schule und das Schulamt und nahmen also die Akteneinsicht beim Jugendamt vor, da die Akten bei der Grundschule plötzlich verschwunden waren. Durch diese Akteneinsicht verstanden wir, wie alle in diesem System zusammen arbeiten, damit diese behinderten Kinder weiter auf Förderschulen gezwungen werden. Wenn sich Familien weigern ihr Kind gleich an eine Förderschule anzumelden, dann wird in Bayern dieser Weg angewendet. In meinen Beratungen erlebe ich das leider immer wieder. Wenn es dann mit Anwälten und Gericht zur Klärung kommt, wird das Ganze dann versucht von den Behörden zu verharmlosen, die Mütter werden weiterhin unterschwellig beschuldigt, an dem "Behördenversagen" um eventuelle Verfahrensfehler seitens der Behörden zu vertuschen und eine Prozesslawine für Schadensersatzansprüche abzuwimmeln, denn keine Krähe hackt der anderen Krähe ein Auge aus.

Besagte Schulleitung leitet noch heute diese Grundschule. Unsere Dienstaufsichtsbeschwerde brachte rein nichts. Sie hat sich nich einmal bei uns für diesen Irrtum entschuldigt. Nur das Schulamt teilte uns schriftlich mit, das Schulleitungen nicht irgendwelche Gutachten oder Diagnosen stellen dürfenn.

Leider konnten wir keine Schadensersatzklage stellen, da uns dieses "besagte Gutachten" wegen "Rechte Dritter" in der Akteneinsicht nicht ausgehändigt wurde. Wir haben davon nur erfahren, weil wir Privat versichert sind und die Rechnung zur Erstellung des Gutachtens für das Schulamt und für die Schule uns zugesandt wurde. Unser Anwalt sagte, unser Fall sei wie der von Mollath gewesen und würde in Bayern ganz neue Dimensionen annehmen um Inklusion nicht entwickeln zu müssen und das ist der Grund weshalb ich diese Elternbewegung gegründet habe, da dieses Unrecht endlich aufhören muß und Kinder mit Beeinträchtigungen endlich die Hilfe erhalten, die ihnen rechtlich ja bereits zugesichert wird.

Wir konnten die Inobhutnahme durch das Jugendamt, im Auftrage der Schule und des Schulamtes München, wegen einer falschen Kindeswohlgefährdungsanzeige in letzter Sekunde verhindern und lassen uns heute von den Behörden nicht mehr einschüchtern und kämpfen für das Wohl aller Kinder, damit sie es einmal leichter haben als wir es hatten.

Die Sachbearbeiter die diese Fehler weiterhin machen, müssen dafür verantwortlich gemacht werden.

Susann Dohm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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