Wir sind eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen von Menschen mit Behinderung/-en und Interessenvertretung auch gegenüber der Politik,
zur Vernetzung von Institutionen, sammeln hilfreiche Informationen,
betreiben Aufklärung, um Inklusion von Anfang an sicherzustellen und damit
die Selbstbestimmung und Persönlichkeitsbildung innerhalb der gesellschaftlichen Teilhabe von behinderten Menschen zu fördern. 

 
 

 

Aktuelles vom 15.02.2019

 

Unser heutiges Treffen mit dem bayerischen Kultusminister
Herr Prof. Dr. Michael Piazolo


In der heutigen Bürgersprechstunde informierten wir Herrn Prof. Dr. Piazolo persönlich über die haltlosen Zustände an bayerischen Grundschulen, wenn Eltern Inklusion wünschen und dies
auch einfordern.

Wir berichteten wie schwer es ist eine Schulbegleitung genehmigt zu bekommen und auch jemanden zu finden, der für ca. 8 EUR netto die Stunde arbeiten würde und die Schulen uns dafür beschuldigen, wenn wir keine Schulbegleitung für unsere behinderten Kinder finden können. Die Schulen behaupten, dies sei Aufgabe der Eltern und liegt nicht im Verantwortungsbereich der Schulen.

Wir informierten ihn darüber, wie leicht Kindeswohlgefährdungsanzeigen durch die Schulen angezeigt werden können, ohne zuvor mit den Familien ein Gespräch suchen zu müssen und ohne das gewichtige Gründe für eine Gefährdung vorliegen müssen und uns dann noch die Akteneinsicht und die Gefährdungsmeldung verwehrt werden können.

 
Das an den Inklusionsschulen keine Inklusionsklassen geschaffen wurden und es dort noch immer
nur die Einzelintegration behinderter Kinder versucht wird, wir Eltern aber eine inklusive Schulentwicklung wünschen und dies weiter einfordern werden, so wie es die
UN-Behindertenrechtskonvention von Deutschland fordert.

Susann Dohm
Leiterin der Selbsthilfegruppe "Inklusionsbewegung Starnberg"

 

 

 

 

Bitte weiterhin teilen. Unsere Petition kann seit längerer Zeit nicht mehr im Netz

gefunden werden, nur mit dem Link:

 

Wann beginnen wir mit der Inklusion in der Schule?

Partnerklassen/Außenklassen sind keine Inklusionsklassen oder Integrationsklassen.

Mein persönlicher Eindruck mit eigenen Erfahrungen schulischer Inklusion:


Eine Partnerklasse (früher Außenklasse genannt) ist eine Klasse der Förderschule die sich ein Klassenzimmer an einer Regelschule mietet. Die Kinder gehören nach wie vor zur separierenden Sonderschule/Förderschule/ sonderpädagogisches Förderzentrum genannt. Die behinderten Schüler werden nicht zusammen mit den nichtbehinderten Schülern unterrichtet.
Dies ist KEINE Inklusion.

 

In Starnberg gibt es auch nach 10 Jahren (seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) noch immer keine Grundschule die das Profil Inklusion entwickelt konnte. Warum ist das so?
Behinderte Kinder können hier in Starnberg noch immer nicht eine wohnortnahe Grundschule erfolgreich besuchen, weil die Voraussetzungen einfach nicht geschaffen werden. Eine Partnerklasse ist weiterhin nur Selektion und in Wirklichkeit ist es eine Außenklasse der Förderschule. Diese Partnerklasse mietet sich sozusagen einen Raum an einer Regelgrundschule. Die behinderten Kinder werden nicht zusammen mit nichtbehinderten Kindern unterrichtet. Dafür braucht es richtige „Inklusionsklassen“, aber die gibt es noch nicht einmal an der früheren Vorzeigeschule für Inklusion in Münsing.


Wenn ich die Schulleitungen, Lehrer, Richter, Mitarbeiter vom Jugendamt frage was Sie unter Inklusion in der Schule verstehen, erhalte ich in der Regel folgende Antwort „ Auf die politischen Probleme wird hier in den Gesprächen nicht eingegangen“. Inklusion ist in Bayern also vorwiegend ein politisches Problem und kein Problem der Bildung? Aus diesem Grunde fühlt sich der Inklusionsbeirat Starnberg bisher für die schulischen Belange im Hinblick auf eine inklusive Schulentwicklung für nicht zuständig.

 

Was ist eine Inklusionsklasse?

Es fällt sofort auf, dass in einer richtigen Inklusionsklasse vergleichsweise wenige Schüler und dafür viele Erwachsene im Raum sind. Es sind ca. 15 Schüler in dieser Klasse. In dieser Inklusionsklasse befindet sich eine weitere Lehrerin, eine Assistenzkraft und manchmal eine Praktikantin. Denn diese intensive Betreuung ist notwendig, weil vier bis fünf der ca. 15 Kinder einen erhöhten Förderbedarf haben. Sie brauchen mehr Zeit zum Lernen, aber diese Zeit gibt es an der GS-Münsing für behinderte Kinder nicht, da es den Lehrern an Verständnis und Einfühlungsvermögen für diese behinderten Kinder fehlt, mangels entsprechender Ausbildung und Weiterbildung. Da reicht 1 Woche Fortbildung in Dillingen leider nicht aus.

 

Diese Inklusionsklasse wäre ein Unterrichtskonzept, dass diesen behinderten Kindern wirklich inklusiv helfen würde zu lernen und gute Noten zu erreichen. Doch in Münsing erhalten Kinder mit einer anerkannten Schwerbehinderung GdB <50 zwar einen individuellen Förderplan, aber dort steht leider nicht, wie das Kind diese Ziele erreichen kann. Für den Nachteilsausgleich für die Körperbehinderung unseres Sohnes mußten wir über ein Jahr lang kämpfen. Die Schulleitung verlangte von uns sogar, zuerst ein erneutes klinisches Gutachten, obwohl das andere Gutachten 2 Jahre alt war und obwohl es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Natürlich haben wir dann ein erneutes Gutachten machen lassen. Das Ganze hat über ein Jahr gedauert. Ein weiteres Schuljahr was unser Sohn ohne Nachteilsausgleich für seine Körperbehinderung bestehen mußte, weil nun neuerdings in Bayern die Schulleitungen für den Nachteilsausgleich verantwortlich sind, was ich für einen großen Fehler halte, weil eine Grundschullehrerin dafür medizinisch gar nicht ausgebildet ist und als Schulleitung mit den „normalen“ Aufgaben schon gänzlich ausgelastet ist. So kann es leider immer wieder zu falschen Laiendiagnosen kommen. Das behinderte Kind leidet jedoch emotional sehr darunter, da es merkt, wenn es mit seiner Beeinträchtigung von den Lehrern nicht ernst genommen und verstanden werden kann. So bleibt vielen Kindern nur der Notenschutz um ihnen den Druck zu nehmen, da den behinderten Kindern abverlangt wird doch bitte nichtbehindert zu sein, um den Lehrplan der Regelschulen nicht zu stören. Sonderpädagogen nennen das "Behinderte laufen hier so mit". Der Notenschutz bedeutet jedoch die automatische Abschulung auf eine Sonderschule/Förderschule/Hauptschule. Wenn Eltern schulische Inklusion einfordern und den Notenschutz ablehnen, dann versuchen manche Schulen diese behinderte Kinder auch sofort auf eine Sonderschule/Förderschule abzuschulen und das sogar mit der Unterstützung des Jugendamtes um diese
Familien einzuschüchtern. Zur Not auch mit Anträgen beim Familiengericht. Von betroffenen Familien werde ich oft als Rechtsbeistand für Inklusion gebeten zu helfen und vor Gericht auszusagen, um Richtern zu erklären was schulische Inklusion wirklich bedeutet. 

 

Wenn man dann die rechtlichen Informationen vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Abteilung Grund-, Mittel- und Förderschulen liest, wundern sich viele warum sie diese Schulumgebung
an unseren Grundschulen in Bayern noch nicht vorfinden.

 

Inklusive Schule als Ziel der Schulentwicklung aller Schulen BayEUG, Art. 2 Abs. 2
Inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen


Und hier ist nicht die Integration gemeint. Obwohl es überall geschrieben steht
"Einzel-
integration", "Integrationshelfer" 

 

http://www.inklusion.schule.bayern.de/schule_entwickeln/formen-gem-lernen/

 

 

 

 

 

 

I

Inklusionsklasse

In einer Inklusionsklasse sind vergleichsweise wenige Schüler und dafür
    viele Erwachsene. Es sind ca. 15 Schüler, davon haben ca. 5 Schüler erhöhten sonderpädagogischen Förderbedarf. Es befindet sich eine weitere Lehrerin, eine Assistenzkraft und manchmal eine Praktikantin in der Klasse, denn diese intensive Betreuung ist notwendig, wenn vier bis fünf der ca. 15 Schüler einen erhöhten Förderbedarf haben. Sie brauchen mehr Zeit zum Lernen.
Dies ist Inklusion.

 

P Partnerklasse Partnerklassen/Außenklassen sind keine Inklusionsklassen.
    Eine Partnerklasse (früher Außenklasse genannt) ist eine Klasse der Sonderschule/Förderschule die sich ein Klassenzimmer an einer Regelschule mietet. Die Kinder gehören nach wie vor zur separierenden Sonderschule/Förderschule/ sonderpädagogisches Förderzentrum genannt. Die behinderten Schüler werden nicht zusammen mit den nichtbehinderten Schülern unterrichtet.
Dies ist KEINE Inklusion.

 

A Außenklasse Eine Außenklasse (heute neu Partnerklasse genannt) 
    ist eine Klasse der Förderschule, die sich ein Klassenzimmer in einer Regelschule mietet. Die Kinder gehören jedoch weiterhin zur separierenden Sonderschule (neu Förderschule und noch neuer sonderpädagogisches Förderzentrum genannt).
Dies ist KEINE Inklusion.

Inklusive Schule als Ziel der Schulentwicklung aller Schulen

BayEUG, Art. 2 Abs. 2
Inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen


Und hier ist nicht die Integration gemeint. Obwohl es überall geschrieben steht wie
"Einzel-
integration", "Integrationshelfer" 

 

 

Die Integration
Behinderte Kinder müssen sich in das bestehende Schulsystem für nichtbehinderte Kinder einfügen. Wer das mit seiner Behinderung nicht schafft, wird entweder zum Notenschutz
(diese Kinder bekommen keine Noten und werden somit zum Übertritt auf eine Sonderschule/Förderschule "abgeschult" ) oder diese Kinder mit Behinderungen werden direkt auf eine Sonderschule/Förderschule abgeschult. Doch meißt kommt es erst garnicht dazu, da Kinder mit anerkannten Behinderungen ab GdB 50% in Bayern in der Regel Heilpädagogische Kindertagesstätten besuchen müssen, da die Regelkindergärten keine inklusiven Kitaplätze anbieten und die Kosten eines Integrationshelfers (das es die Bezeichnung Inklusionshelfer noch nicht gibt) in der Regel vom Jugendamt nicht oder nur sehr selten übernommen werden. Die Kosten für Heilpädagogische Kindertagesstätten, Internatsplätze für Behinderte und sonstige Einrichtungen die viel teurer sind, werden dagegen sofort vom Kostenträger übernommen.

Die Inklusion
Bei der Inklusion muß sich das behinderte Kind NICHT in das bestehende Regelschulsystem für nichtbehinderte Kinder einfügen. Für jedes behinderte Kind werden die entsprechenden Voraussetzungen an der Regelschule geschaffen, damit es individuell mit neuen Lernmethoden und neuen pädagogischen Inklusionskonzepten wie z.B. Planungsmappen, Wochenplänen, individueller Unterrichtseinheiten, Computerarbeit, Lehrerhandbücher für die Eltern lernen kann. Diese Veränderungen kommen dann allen Kindern zu Gute, da jeder (z.B.: auch hochbegabte Kinder endlich gefördert werden könnten) individuell und mit offenen Unterrichtsformen lernen könnte. Aber das gibt es derzeit in Bayern noch nicht oder nur in Ausnahmefällen, da derzeit auch behinderte Kinder in der gleichen Zeit die Leistung in Form von Noten bringen muß, laut Lehrplan, zwar mit der Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs oder eines individuellen Förderplans, doch das scheitert dann durch die fehlende sonderpädagogischen Ausbildung der Regelschullehrerinnen, da Sonderpädagogen nur wenige Stunden pro Woche an den Schulen sind und es keine Tandembesetzung gibt.
 

 

Teilhaben - was ist es uns wert?

2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft.
Sie verspricht gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen.
Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus?

 

Zugang und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind die Kernanliegen, bekannt unter dem Begriff Inklusion. Nur, wie sieht die Praxis aus? Sind wirklich alle Menschen gleich viel wert?
Oder bemessen wir Wert nicht unterschiedlich? Inklusion, wem bringt sie was?

 

Die Themen

10 Jahre Inklusion - wo stehen wir?

Exklusion, Integration, Inklusion - was steckt drin, in den Begriffen und in der Wirklichkeit?

Was darf Teilhabe in der Gesellschaft kosten? - Das Beispiel Markus Igel

Barrieren anderer Art - die Geschichte von zwei Brüdern, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen

Die Kinder der Utopie - ein Filmtipp

Nele will tanzen - Inklusion in der Arbeitswelt
 

Gast im Studio: der Moderator, Autor und Aktivist Raul Krauthausen

Moderation - Andrea Ballschuh

 

 

 

 

 

 
Studienabgänger mit der Verbeamtung in den Lehrerberuf zu locken, ist der falsche Ansatz. Am wenigsten nützt das den Schülern, die dann zwar keinen Unterrichtsausfall durch Streik fürchten müssen, es aber mit Lehrern zu tun haben, die aus den falschen Gründen im Klassenzimmer stehen.
 
Viele gute Gründe, Lehrer ordentlich zu bezahlen
Die Anforderungen an Lehrerinnen sind gewaltig. Sie sollen Erziehungsaufgaben vernachlässigender Eltern übernehmen, begabte Professorenkinder und neu zugezogene Flüchtlingskinder auf ein Niveau schaukeln, sollen von Programmieren am besten genauso viel verstehen wie von Pädagogik. Sie sollen die Digitalisierung vorantreiben und die Integration fördern und dabei stets pädagogisch korrekt zwischen Schülern, Eltern und Kollegen vermitteln. All das sind gute Gründe, Lehrer ordentlich zu bezahlen. Aber kein Grund, sie zu verbeamten.
 
Statt das Streikverbot für verbeamtete Lehrer zu kippen, sollte das Beamtenrecht überdacht werden: Ist es wirklich sinnvoll, dass Lehrer, wie Polizisten und Zollbeamte, loyale Staatsdiener sind? Oder sollten sie nicht viel eher, unter vernünftigen Bedingungen angestellt, im Dienste ihrer Schule und Schüler stehen?

Erst wenn alle Lehrer gleichgestellt werden, können sie wirklich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung kämpfen.
 
 
 

Zehn Jahre Inklusion in Bayern:
Gemeinsames Lernen bleibt eine Illusion

...

...

 

Wir haben ein Recht auf Inklusion!

Information für Lehrer, Jugendamtmitarbeiter, Richter, Schulleitungen, Ärzten, Eltern, Sonderpädagogen

...

 

 

Deutsche Politikjournalisten haben gewählt:

Landratsamt Starnberg ist
„Armseligstes Sozialamt Deutschlands 2017“

 

Starnberg, 18. November 2017 -   Das Landratsamt Starnberg ist zum „Armseligsten Sozialamt Deutschlands 2017“ gewählt worden. Die Jury deutscher Politikjournalisten wählte im Namen von News-Ticker.org, dem Initiator des Preises, den Preisträger in geheimer Abstimmung. Die Auszeichnung wird jedes Jahr für eine Sozialbehörde vergeben, bei der Willkür, Gängelung, unfaire Gerichts- undGenehmigungsverfahren im Rampen­licht der Politikpresse stehen.

Nirgendwo in Deutschland leben mehr Millionäre als im Landkreis Starnberg: Seit eh und je der Treffpunkt der Schönen, Reichen und Berühmten. Florian Silbereisen und Helene Fischer sind dort sind in bester Promi-Gesellschaft. Schließlich leben dort unter anderem die Ex-Fußballstars Jens Lehmann und Oliver Bierhoff, Rock-Legende Peter Maffay, der König von Thailand, der Musikproduzent Leslie Mandoki, Staranwalt Dr. Peter Gauweiler, Howard Carpendale oder der Schauspieler Heiner Lauterbach. 

Landrat Karl Roth (CSU) kennt sie alle und hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Prominenten. Mal gilt es Probleme mit dem Bauamt zu lösen oder die Motorbootzulassung am See ist abgelaufen. Der frühere Kripobeamte tut gemeinsam mit seinem Wirtschaftsförderer Christoph Winkelkötter (gwt Starnberg GmbH) eine Menge, um die Wirtschaftskraft im Landkreis zu halten und Steuereinnahmen zu erhöhen.

Dafür sind die sozial Schwachen im Landkreis Starnberg ein absolutes No-Go. Landrat Roth und sein Sozial-Team haben sich hundertprozentig auf CSU-Linie eingeschossen: Bedürftige sind Sozialschmarotzer und müssen bekämpft werden, wo immer es nur geht.  Sozialamt und Sozialgerichte machen alles menschenmögliche um Ansprüche bedürftiger Bürger abzuwehren. Man schikaniert so lange, bis der Bedürftige aufgibt oder stirbt – kein Wunder, dass so mancher Bürger durchdreht. Anwälte kritisieren bereits seit Jahren, dass Sozialämter häufig Leistungen aufgrund bloßer Vermutungen versagen. Betroffene müssten dann regelmäßig selbst das Gegenteil beweisen, was aber oft gar nicht möglich sei.

Fachanwalt für Sozialrecht Dr. Aiko Petersen (KSPP Rechtsanwälte München) sagt dazu:
„Das schlimmste Sozialamt in Bayern ist das Landratsamt Starnberg, knapp gefolgt von Freising“.

Pressekontakt: Presseportal News-Ticker.org, Wilhelm Treml, Ludwig Thoma-Str. 13, 82229 Seefeld
E-Mail: redaktion@news-Ticker.org,

 

http://www.news-ticker.org/korruption-in-deutschland/landratsamt-starnberg-ist-armseligstes-sozialamt-deutschlands/?fbclid=IwAR3iPQY0GnbobF2WjnGd92FHMpysQ2K8O9KHWKzQOdIWrrwGcR44ckESRQM

 

 

 

10 Jahre Inklusion - "Das Märchen von der Inklusion"
Im Süden Deutschlands gehen mehr Kinder mit Behinderungen auf eine Förderschule
als vor 10 Jahren.
 

 

 

Fehlerhafte deutsche Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
 
Das Wort "inclusion" wurde in der Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit
dem Wort
"Integration" übersetzt. Aus diesem Grunde gibt es in Deutschland auch nur "Integrationshelfer" und keine "Inklusionshelfer" als Schulbegleiter.
Dieser Fehler muß endlich behoben werden. Denn dann müßten ALLE Schulen Einzelinklusion umsetzen und keine Einzelintegration.
 
Integration = Eingliederung in ein bestehendes System
Inklusion = Eingschlossensein in ein bestehendes System
 
Bentele: „Wer Inklusion will, muss sie im Gesetz auch so nennen.“
 
Susann Dohm: "Die bayerische Politik will aber keine Inklusion, denn dann wäre der Erfolg nach
10 Jahren messbar gewesen und es gäbe heute nicht mehr behinderte Sonderschüler in Bayern
die an einer Sonderschule/Förderschule lernen müssen, sondern es wären wenigere geworden.
 
Aus diesem Grunde gibt es auch noch immer keinen gesetzlichen Rechtsanspruch für einen
wohnortnahen, inklusiven Schulplatz, trotz einer Schulpflicht und einer freien Wahlmöglichkeit für behinderte Kinder. Denn dann könnten Familien doch auf die Idee kommen, Inklusion auch in Bayern einzufordern und einzuklagen. 
Wir hätten dann sehr schnell Inklusion in der Schule oder ein neues und besseres Schulsystem."
 

 

 

Die Wahrheit über Förderschulen. Sonderschulen gehören auf den Prüfstand.
 
 
Das Schulsystem in Bayern hat Nenad durch einen falschen IQ Test, der mit 7 Jahren durchgeführt wurde, dann auf eine geistig behinderten Sonderschule abgeschult und dadurch sein Leben zerstört. Er findet bis heute keine Arbeit. Eigentlich hat Bayern es verursacht, aber es ist bereits verjährt. Das darf so nicht bleiben.
 
 
5 % der Förderschüler schaffen nur einen anerkannten Schulabschluss
3 % der Förderschüler wurden 2016 an die Regelschule zurückgeführt
 
Diese Kinder können mehr als basteln, sie brauchen aber moderne Lehrmethoden
und eine individuelle Förderung durch eine ausgebildete Lehrkraft.
 
Aber solange die Schülerzahlen an den Förderschulen/Sonderschulen gehalten werden sollen
um die Stellen zu halten damit die Förderschulen nicht geschlossen werden, müssen wir Eltern uns informieren und für eine besser Bildung unserer kranken und schwachen Kinder mit Beeinträchtigungen / Behinderungen kämpfen.
 

 

 

 

Inklusion ist nicht verhandelbar
 
BORSCH: Ein guter inklusiver Unterricht ist, um es salopp zu formulieren,
einfach guter Unterricht.


BORSCH: Wir haben es bei der Inklusion mit sehr leistungsheterogenen Gruppen zu tun. Da geht es nicht, dass der Lehrer vor der Klasse steht und sich an dem mittleren Niveau der Schüler orientiert in der Hoffnung, dass die leistungsschwächeren Kinder da auch mitkommen und sich die Leistungsstarken nicht langweilen. Nein. In einem inklusiven Unterricht muss anders vorgegangen werden. Man muss die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler erfassen und unterschiedliche Angebote machen. Differenzierung und Adaptierung der Unterrichtsgestaltung sind die zentralen Schlagworte.

Man muss aber auf die Unterschiedlichkeit der Kinder eingehen. Mit schülerzentrierten Lernformen gelingt das oft besser. Für Schüler mit Lernschwierigkeiten, ich habe es vorhin schon erwähnt, kann es eben sinnvoller sein, wenn der Lehrer direkt anleitet, erklärt und als Vorbild zur Verfügung steht. Kinder, die sowieso gut zurechtkommen, können eher in einem offenen, problemorientierten Unterricht arbeiten. Aber wie gesagt: Der Unterricht muss jeweils an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler angepasst sein. Von daher verbietet es sich, einen Unterricht für alle zu machen. Es muss für alle Schüler, je nach ihren Voraussetzungen, das richtige Angebot gefunden werden.

BORSCH: Ich denke, eine Schwierigkeit liegt darin, dass wir im Moment zweigleisig fahren. Wir haben auf der einen Seite Schulen, die inklusiv arbeiten. Auf der anderen Seite gibt es aber noch das Förderschulsystem. Meiner Meinung nach muss man davon Abstand nehmen. Erst dann kann die Inklusion auch richtig umgesetzt werden. Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass ausreichende Ressourcen und gute Rahmenbedingungen auch gleichbedeutend sind mit gutem inklusiven Unterricht. In meinem Buch habe ich die Rahmenbedingungen ganz außen vorgelassen und mich auf die inklusive Unterrichtsgestaltung konzentriert.
 
 
 

"Die Eltern haben bei der Ausübung der elterlichen Sorge den Leitgedanken der Inklusion zu beachten und ggf. zu erklären, warum sie keine inklusiven Bildungsangebote wahrnehmen“ (DIMR 2011, S.14)." 

 
 
 

 

 

 

Stellungnahme der Monitoring-Stelle (31. März 2011) Eckpunkte zur Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems (Primarstufe und Sekundarstufen I und II) Empfehlungen an die Länder, die Kultusministerkonferenz (KMK) und den Bund

 

Der Grundsatz „Wohl des Kindes“ verbindet sich mit der Vermutung, dass das Kindeswohl im inklusiven Regelschulzusammenhang am besten verwirklicht werden kann. Dieser Grundsatz darf nicht als Schranke des Rechts auf inklusive Bildung gelten. Vielmehr leitet der Grundsatz die Interpretation der rechtlichen Bestimmungen und zwingt, das Individualrecht aus der Perspektive des Rechtsinhabers oder der Rechtsinhaberin zu sehen. • Die in einigen Ländern vorgesehene Einführung des genannten Wahlrechts der Eltern, zwischen Regel- und Sonderbeschulung zu entscheiden,
 ist nur übergangsweise vertretbar:

Sollte die Existenz eines Elternwahlrechts nachweislich den Aufbau eines inklusiven Bildungssystems verzögern oder untergraben, beispielsweise weil es die erforderliche Reorganisation von Kompetenzen und Ressourcen für das Regelschulsystem erschwert und in diesem Zuge das Sonderschulwesen stärkt, ist das Elternwahlrecht mit dem Gebot der progressiven Verwirklichung des Rechts auf inklusive Bildung nicht in Einklang zu bringen.

 • Das Recht auf Inklusion ist ein Recht der Person mit Behinderung.

Die Eltern haben bei der Ausübung der elterlichen Sorge den Leitgedanken der Inklusion zu beachten und ggf. zu erklären, warum sie keine inklusiven Bildungsangebote wahrnehmen.

Die Elternberatung, von welcher Seite auch immer, muss einbeziehen, Eltern das Recht auf inklusive Bildung vorzustellen und die Eltern hinsichtlich ihrer Gewährsfunktion aufzuklären.

 

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/stellungnahme_der_monitoring_stelle_eckpunkte_z_verwirklichung_eines_inklusiven_bildungssystems_31_03_2011.pdf

 

 

AUFRUF !!!!!

 

Liebe inklusionsengagierte Eltern,
der Bayerischer Elternverband bekam in den letzten Monaten zahlreiche Anfragen von Eltern,
wo es im Zusammenhang mit der gewünschten Inklusion ihres Kindes zu Drohungen seitens des Jugendamtes mit dem Entzug des Sorgerechts oder gar mit Inobhutnahme kam. Dies diente meist dem Zweck, das Kind an eine Förderschule zu drängen und/oder eine uneingeschränkte Schweigepflichtsentbindung zu bekommen.

 

Um diese schreckliche Praktik zu beenden, wird die Stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands e.V. www.bev.de am 13. November ein Gespräch mit der Stabsstelle Inklusion im Kultusministerium, zusammen mit einem Mitarbeiter des Sozialministeriums und des Landesjugendamts sowie einer betroffenen Mutter führen. Frau Paede bittet Eltern aus Bayern, die von diesem unsäglichen Vorgehen ebenfalls betroffen sind oder waren, ihr eine kurze Darstellung der Abläufe zu übersenden. Sie sichert Anonymität zu. Damit es nicht zu Doppelmeldungen kommt, würde sie gerne Ihren Wohnort erfahren, ohne ihn jedoch weiterzugeben.
 

Betroffene Eltern aus Bayern können sich direkt an:
henrike.paede@bev.de, Telefon 0821 437196
wenden.
 

Des Weiteren hat Frau Paede Kontakt zu einer Professorin aus Berlin, die entsprechende Fälle gerne dokumentieren und veröffentlichen würde. Auch dies kann auf Wunsch anonym erfolgen. Hier können sich Betroffene aus dem ganzen Bundesgebiet melden.
 

Ich bitte Sie herzlich um Ihre Unterstützung für diese beiden Vorhaben! Natürlich kann in
beiden Fällen auch der Kontakt über mich erfolgen.
Susann Dohm

 

 

 

"Ist Inklusion in Deutschland überhaupt gewollt?"
vom 13.10.2018.
 
Ein sehr wichtiger und sehenswerter Bericht über die wichtigsten Fakten, Informationen zum derzeitigen Stand "schulischen Inklusion" in Deutschland.
 
Mit Frau Lisa Reimann von Inklusionsfakten.
 
 

 

 

 

 

Die Selbsthilfegruppe und Elterninitiative "Inklusionsbewegung Starnberg" wurde im Herbst 2016 von Eltern gegründet, damit ihre Kinder mit Einschränkungen die Möglichkeit erhalten, einen inklusiven Schulplatz am Wohnort besuchen zu können, da Inklusion bereits am Wohnort in der Nachbarschaft beginnt. Kinder die weit entfernte Ganztagsförderschulen besuchen, haben kaum Gelegenheiten Freundschaften am Wohnort zu finden

und zu leben. 



"Im Gegensatz zur Integration will die Inklusion nicht die Kinder den Bedingungen der Schule anpassen, sondern die Rahmenbedingungen an die Bedürfnisse und Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler ausrichten."

 

 

 

 

 

„Inklusion ist ein Menschenrecht und der Schlüssel für
individuelles Lernen. Es wird zu mehr Freiheit, mehr
Menschlichkeit und mehr Demokratie an unseren Schulen
führen und ermöglicht das soziale Lernen der Kinder!
Inklusion ist die größte Bildungsreform der vergangenen
Jahrzehnte. Menschen ohne Behinderungen haben kein Recht Behinderte weiter auszuschließen.“
Susann Dohm

 

 

Behinderte nicht während der Schulzeit absondern

„Wenn wir wollen, dass Behinderte in der Mitte der Gesellschaft aufwachsen,
können wir sie nicht während der Schulzeit absondern“, sagt Prof. Dr. Jutta Schöler.

Die emeritierte Erziehungswissenschaftlerin von der TU Berlin setzt sich seit fast vier Jahrzehnten für ein gemeinsames Aufwachsen, Lernen und Leben von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ein – und für eine Abschaffung der Förderschulen. Sie hat mehrere Bücher zum Thema verfasst und ist in der Lehrerbildung aktiv. Sie berät Eltern und Schulen, schreibt Expertisen zur Inklusion – und ist Initiatorin des Jakob-Muth-Schulpreises für herausragende Inklusionsprojekte.
Für ihr Engagement erhielt sie 2013 das Bundesverdienstkreuz.

Ihre Erfahrung: "Die größte Herausforderung ist, dass die Lehrer lernen müssen, zu kooperieren."

 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/gemeinsames-lernen-fuer-und-wider-inklusion.970.de.html?dram:article_id=386626
 

 

 

 

 

 

 

Das Netzwerk Inklusions Bayern hat Forderungen an den Freistaat formuliert:
 
 
Auszug "Schulen mit dem Profil Inklusion"
 
Schulen mit dem Profil Inklusion haben es nicht geschafft, die Exklusionsquote landesweit zu verbessern. Der Titel wurde sogar etlichen Sonderschulen verliehen, die Kinder mit Beeinträchtigungen weiter aus ihrem sozialen Umfeld zuhause ausgrenzen.
 
Profilschulen Inklusion integrieren im Verhältnis nicht mehr Kinder mit schwereren Behinderungen
(wie z.B. mit sog. Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“) als alle anderen allgemeinen Schulen auch. Unsere Erfahrung aus der Elternberatung zeigt:
 
An nicht wenigen Profilschulen Inklusion herrscht keine vorbildhaftere inklusive Schulentwicklung und keine inklusivere Haltung der Pädagogen als an anderen allgemeinen Schulen. In manchen Profilschulen Inklusion werden nicht seltener Kinder exkludiert und an Sonderschulen abgeschult als an anderen allgemeinen Schulen auch.
 
Das Profil Inklusion ist daher ungeeignet, in einem Flächenstaat Inklusion zu verwirklichen. Sie bleiben Inselschulen und verführen die übrigen Schulen, sich vor der Verantwortung für Kinder mit Beeinträchtigungen zu drücken und die Eltern an diese Schulen zu verweisen, obwohl bereits jede Sprengelschule verpflichtet ist, die Kinder mit Beeinträchtigungen aus ihrem Sprengel aufzunehmen.
 
Wir fordern daher:
 

Es dürfen nur Schulen weiter als Profilschulen Inklusion anerkannt werden, die in jeder neuen ersten Klasse über 80% aller Kinder mit Beeinträchtigungen aus ihrem Sprengel aufnehmen und die grundsätzlich keine Kinder mit Beeinträchtigungen mehr abschulen, außerdem eine inklusive Nachmittagsbetreuung anbieten.

 

Es muss dringend klargestellt werden, dass Profilschulen Inklusion keine Kinder außerhalb ihres Sprengels aufnehmen, außer in Ausnahmefällen, wenn z.B. an der eigentlichen Sprengelschule des Kindes ein Aufzug für einen Rollstuhlfahrer nicht so schnell hergestellt werden kann.

 
Die UN-Konvention spricht von einem „hochwertigen“ Unterricht für Menschen mit Behinderung
 
 

 

 

Inklusion ist, wenn anders sein normal ist.
UN-BRK / UN-BehindertenRechtsKonvention von 2009
 
Was heute an vielen Grundschulen versucht wird, ist dagegen Integration bzw. die erste Stufe des Versuchs von Inklusion. Diese 1.Stufe ermöglicht es Kindern mit "festgestellter Schwerbehinderung von mindestens 50%"
(denn für diese Kinder wurde die UN-Behindertenrechtskonvention nämlich gemacht und nicht für
die Integration von NICHTBEHINDERTEN Kindern)
, denn es heißt ja auch
 nicht

"UN-Mit_festgestellten_sonderpädagogioschen_Förderbedarf-Konvention",


"eine Konvention ist ein Abkommen/Vertrag zum Schutz der Menschenrechte"
den Besuch an einer Regelschule unter den bisherigen Rahmenbedingungen,
die ursprünglich für Nichtbehinderte entwickelt wurden.
 
Für die wirklich behinderten Kindern, reicht diese Form der Integration jedoch nicht aus, weil es kein
"offenens Lernen" gibt, die Regelschullehrer/innen keine sonderpädagogische Ausbildung haben, es in den Inklusionsklassen keine Sonderpädagogin für die gesamte Unterrichtszeit gibt, es keine
"schulischen Assistenzkräfte" in ausreichender Form gibt und der Lehrplan nicht entsprechend den inklusiven Bedingungen angepasst werden. Die Schulgesetze wurden bisher nicht ausreichend novelliert.
Die bisherigen Schulgesetze wurden ursprünglich für die nichtbehinderten Kinder entwickelt.
 
Wenn richtige Inklusion gelebt wird, lernen Kinder im "offenen Unterricht".
Hier lernen jüngere und ältere Schüler aus 3 Jahrgängen gemeinsam in wechselnden gemischten Lerngruppen. Es gibt keine Schulklassen mehr. Jeder Schüler verfolgt seinen ganz individuellen Lehrplan. Dies funktioniert mit der Wochenplanarbeit. Mit der Wochenplanarbeit bekommt jedes Kind seinen eigenen Lehrplan, dieser kann dann im eigenen Tempo abgearbeitet werden. Dadurch verringern sich Schulängste und der Leistungsdruck und die soziale Kompetenz wird dadurch verbessert.
 
Natürlich müssen auch die nichtbehinderten Kinder ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend begleitet werden, aber bei "richtiger" Inklusion, wäre das automatisch der Fall. So würden Lehrer zu Lernbegleitern werden.
 
Dafür benötigen die Schulen mehr finanzielle Unterstützung vom Bund und Lehrerausbildungen im sonderpädagogischen Bereich. Solange es auf Länderebene bleibt und die kalten selektiven Systeme erhalten bleiben und diese Einrichtungen durch genügend Nachschub bestehen bleiben dürfen, werden sich die Regelschulen nicht inklusiv ausreichend entwickeln können.
 
Viele Mitarbeiter vom Jungendamt wissen noch nicht viel von "schulischer Inklusion" und konnten bei unserer Verhandlung vor dem Sozialgericht direkt vom Richter erfahren, welche Rechte wir Eltern bereits heute haben. Selbst Lehrer/innen an Schulen mit dem Schulprofil Inklusion, wissen oft nicht was Inklusion wirklich bedeutet. Auch die Mitarbeiter der Ministerien oder Politiker wissen oft nicht was Inklusion wirklich bedeutet und welches Recht die Eltern bereits heute haben, außer sie haben selbst behinderte Kinder. Solange man selbst nicht davon betroffen ist, interessiert man sich nicht dafür. Dabei kann eine Behinderung jeden Treffen.
Durch einen Unfall oder einer schweren Krankheit.
 
Nur wir Eltern können durch Aufklärung in der Gesellschaft einen Bewußtseinswandel bewirken. Denn Italien hat es doch auch geschafft und lebt "schulische Inklusion" bereits seit über 35 Jahren erfolgreich. Dort gehen die Kinder gemeinsam 5 Jahre zur Grundschule. Danach gehen alle für 3 Jahre zur Mittelschule und danach wird entschieden, wer das Abitur machen möchte. In Italien gibt es keine Förderschulen mehr.
 
Wir Eltern müssen uns verbinden und voneinander lernen. Regional können Eltern anfangen sich in kleinen Gruppen zu helfen. Oft reicht es zu Beginn, wenn zwei Familien sich unterstützen. Als Beistand/Zeuge mit zu den Gesprächen gehen. Öffentlichkeitsarbeit ist ein sehr wichtiges Thema. Manchmal muß man leider vor Gericht gehen, aber das ist wichtig um das Recht einfordern zu können. Jede Behörde lernt dann daraus und versteht etwas mehr von Inklusion. Das ist zwar alles nicht unsere Aufgabe als Eltern, aber es geht derzeit nicht anders.
 
Wir, Inklusionsbewegung Starnberg, beraten andere Familien in ganz Deutschland nun seit einigen Jahren und es ist immer der gleiche Ablauf. Die Institutionen wissen nicht was "schuliche Inklusion" ist und kennen nicht die Rechte, die durch die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 geschaffen wurden. Da müssen wir nachhelfen,
es wird sonst kein anderer für unsere Kinder tun, da es keine Lobby für Behinderte gibt.
 
Ihr könnt selbst diese "Selbsthilfegruppen" regional gründen und sie "Inklusionsbewegung Hamburg", "Inklusionsbewegung Stuttgart", "Inklusionsbewegung Frankfurt", "Inklusionsbewegung Magdeburg", "Inklusionsbewegung Berlin" usw. nennen.
 
Eine Internetseite ist sehr wichtig, damit Ihr andere beroffene Familien erreichen könnt, denn viele nutzen Facebook noch nicht. Aber mit dem Baukastensystem kann man heute ganz leicht eine eigene Webseite erstellen und so teuer sind sie nicht mehr in der geringsten Variante. Später könnt ihr regionale Elterntreffen planen, wenn ihr euch stark genug fühlt und gemeinsam zu politischen Veranstaltungen gehen oder auch
die Presse ansprechen.
 
Ihr habt viel mehr Möglichkeiten, als Ihr denkt und natürlich gibt es auch bereits gute Schulen und
einzelne Erfolge, aber es sind Ausnahmen. Noch!
 
Gebt nicht auf. In jeder Regelschulklasse in Bayern sind derzeit bis zu 5 Kinder mit festgestellten sonderpädagogischem Förderbedarf. Davon sind unter 1 % Kinder mit einer echten anerkannten Schwerbehinderung (größer GdB 50%=Grad der Behinderung).
 
Würden alle Schulen Inklusion machen, wären in jeder Klasse ca. 1-2 Kinder mit einer
festgestellten Schwerbehinderung.
 
An jedem Stein der mir von den Institutionen in den Weg gelegt wird, wachse ich und erst wenn
"anders sein normal geworden ist", haben wir wirklich "schulische Inklusion" erreicht und dann wird
das Wort Inklusion überflüssig werden.
 
Und wenn der Freistaat weiterhin keine Inklusion ermöglicht, dann werden wir unsere eigenen Schulen gründen und zeigen wie Inklusion möglich ist und welche großartigen Erfolge diese Kinder erreichen können, wenn man ihnen mehr Zeit gibt und neue Lernmöglichkeiten und vor allem mehr Verständnis und Vertrauen in ihre Fähigkeiten und sie annimmt wie sie sind.
 
Euch allen viel Erfolg
Susann Dohm

 

 

 

 

Als Beistand bei Gesprächsterminen zu Runden-Tisch-Gesprächen in der Schule, wenn die inklusive Beschulung zu scheitern droht, weil die Lehrer und Schulen mit der Umsetzung von Inklusion vom Freistaat alleine gelassen werden.
 
- Unsere Erfahrungen -
 
Seit einiger Zeit begleiten wir Familien zu diesen Gesprächen, wenn diese uns bitten und es sich um Schulen in der näheren Umgebung handelt.
 
Nach über 10 Jahren Erfahrung, kann ich in diesen Gesprächen viele positive Möglichkeiten aufzeigen, da ich weiß, wie es inklusiv an einer Inklusionsschule gut funktionieren kann, da wir dies in NRW 2014 selbst erfahren durften.
 
Davon ist Bayern allerdings noch meilenweit entfernt, da die Lehrer/Schulen hier kaum Unterstützung erhalten. In NRW war unser Kind in einer Klasse mit 18 anderen Kindern. Davon hatten 5 einen hohen und sehr hohen sonderpädagogischen Förderbedarf. In der Inklusionsklasse befand sich eine Grundschullehrerin und eine Sonderpädagogin. Beide waren gleichgestellt. Ein Autismusexperte und eine Förderlehrerin waren dort dauerhaft angeschlossen. In den Pausen wurden mit einzelnen Kindern Sozialtrainings durchgeführt. Die Nachteilsausgleiche wurden dort "nur" von Sonderpädagoginnen erarbeitet. Die Klassen hatten mehrere Rückzugsräume und Bereiche innerhalb der Klasse mit ruhigen Sitzarbeitsplätzen.
 
Diese Schule macht Inklusion bereits seit über 20 Jahren und wir Eltern waren dort auf Augenhöhe mit den Lehrern. Wir wurden dort verstanden, wertgeschätzt und waren Teil des Lehrerteams. Kein Schulgespräch fand ohne uns statt. So kam es kaum zu Missverständnissen. Probleme in der Schule wurden noch am selben Tag mit den Eltern per Telefon besprochen um Konflikte zwischen einzelnen Kinder direkt lösen zu können, damit jedes Kind daraus lernen und aufbauen könnte.
 
Unser Sohn machte dort unglaubliche Fortschritte. Zuvor in Bayern sollte er auf eine Sonderschule, weil er ständig Opfer von Mobbing wurde und sich dann zurückzog, viel weinte und starke Schulängste entwickelt. Heute besucht er ein kleines Gymnasium und ist sehr zufrieden und glücklich. Er dankt uns, dass wir für ihn und für Inklusion kämpfen und er nicht auf eine Förderschule aussortiert wurde.
 
Dieses Schicksal möchten wir anderen Eltern ersparen, da sich bis heute kaum etwas geändert hat, ist Aufklärung über diese Möglichkeiten der 1. wichtige Schritt.
 
Gesprächsplanung:
Einladung folgender Personen ist für ein erfolgreiches Gespräch sehr wichtig:
 
- Klassenlehrerin
- Sonderpädagogin
- Schulleitung
- Fachdienste vom Mobilen Sonderpädagogischen Dienst
- Beistand
 
und bei fortgeschrittenen Schwierigkeiten direkt das
 
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Stabsstelle Inklusion
 
Vorbereitung der Agenda
Wichtige Punkte die im Gespräch geklärt werden sollen.
 
Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und konnten mehr Verständnis für die Sorgen und Probleme der Eltern aufzeigen und wir konnten die Schwierigkeiten der Schulen besser verstehen, weil es noch keine schulische Inklusion in Bayern gibt.
 
So können wir gemeinsam nach neuen Lösungen und neuen Wegen suchen.
 
Vollmacht Beistand nach § 90 ZPO.doc
Microsoft Word-Dokument [36.0 KB]

 

 

 
 
SCHULJAHR 2018/2019 IM LANDKREIS STARNBERG
Unser Kommentar zum Stand der Inklusion in Starnberg
 

Rechtliche Grundlage für schulische Inklusion
in Deutschland

Wichtige Meldung vom 21.09.2017

Was steht in der UN-Behindertenrechtskonvention, die von Deutschland ratifiziert wurde, zum Schulsystem?

 

 

 

Inklusionsstudie: Bayern hält an Förderschulen fest

Aktuelle Meldung vom 04.09.2018
sowie unsere schriftliche Anfrage an das Kultusministerium zur fehlerhaften Datenerfassung der 
Inklusionsquoten in Bayern durch nichtbehinderte Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf
 

 

 

Behörden-Wirrwarr und Irrsinn in Starnberg
Aktuelle Meldung vom 28.08.2018

 

 

 

Starnberg weit entfernt von schulischer Inklusion

Aktuelle Meldung vom 26.08.2018

 

 

 

Das Scheitern der Pseudo-Inklusion

Aktuelle Meldung vom 01.08.2018
 

 

 

Urteil rechtskräftig: Land NRW muss ehemaligen Sonderschüler entschädigen

 

Aktuelle Meldung vom 23.08.2018 
 
"Damit steht eindeutig fest, dass eine falsche Einstufung von Kindern und Jugendlichen in sonderpädagogische Förderschwerpunkte und eine entsprechend falsche Beschulung eine Amtspflichtverletzung darstellt und damit schadenersatzpflichtig ist.
Die Förderschullehrer können nicht mehr machen was sie wollen". 
 

 

Zum Thema Demokratie und zum selektiven Schulsystem in Bayern, das geprägt ist von Leistungsdruck, einer Benotungspraxis und unnötigen Belastungssituationen der Schüler, durch Sitzenbleiben oder Schulwechsel, weil kein Geld da ist für die Schaffung neuer Lernkonzepte und indivueller Lernmethoden, die den Kindern wirklich gerecht wird.
 
Da ist derzeit kein Platz für die Schaffung von Menschenrechte, wie der Teilhabe von behinderten Kindern in der Gesellschaft und einer "inklusiven erfolgreichen Beschulung" von Kindern mit einer Schwerbehinderung, größer GdB 50% (Grad der Behinderung) an der Regelschule, wie es Deutschland  bei der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 bei der Unterzeichnung zugesichert hat.
 
Oft ist ein "inklusiver Unterricht" nicht einmal an den sogenannten Schulen mit dem Schulprofil Inklusion möglich, weil die Regelschullehrer/innen keine sonderpädagogische Ausbildung haben und die Form der verschiedenen Behinderungen nicht erkennen, nicht richtig beurteilen können und somit die Kinder mit hohem sonderpädagogischen Förderbedarf nicht individuell unterrichten oder ausreichend unterstützen können und diese Kinder weiterhin keine echte Chance an den Regelschulen in Bayern haben und sie nur so mitlaufen, wie "nichtbehinderte" Kinder, da es keine Bevorzugung geben darf.
 
Das ist aber "Integration" und keine "Inklusion", doch leider wissen das die Schulen nicht.
 
 

 

 

 

 

Gute Inklusion

Viel miteinander reden.

 

Der Wechsel von einer Regelgrundschule auf eine Einrichtung wie eine „Förderschule“
erzeugt bereits bei Schülern im 2. Schuljahr tiefe Kränkungserfahrungen.

Kenntnisse der Wissenschaft fließen nicht systematisch in unseren Schulsystem mit ein.

Unser Schulsystem ist im vorletzten Jahrhundert stehen geblieben.

 

 

 

Inklusion im offenen Unterricht

Hier lernen jüngere und ältere Schüler aus 3 Jahrgängen gemeinsam in wechselnden gemischten Lerngruppen. Es gibt keine Schulklassen mehr. Jeder Schüler verfolgt seinen ganz individuellen Lehrplan. Dies funktioniert mit der Wochenplanarbeit.

 

 

Wochenplanarbeit

Jedes Kind bekommt seinen eigenen Lehrplan, dieser kann dann im eigenen  Tempo abgearbeitet werden.

 

Vorteile:

  • Schulangst wird geringer
  • Leistungsdruck wird geringer
  • Soziale Kompetenz bessert sich

 

 

Offener Unterricht

Der Offene Unterricht ist eine Unterrichtsform, in der jeder Schüler Lernzeit, Lernort und Lerninhalte frei bestimmen kann. Er kann außerdem wählen, ob er die Lerninhalte alleine oder in Gruppenarbeit bearbeitet und welchen Methoden er dafür wählt.

http://www.inklusion-schule.info/methoden/offener-unterricht.html

 

 

 

 

In Bayern hat sich die Aussonderung von Schülern mit Behinderungen
in
8 Jahren, gerade mal um 0,2 % verringert
 
Wenn ich in den Gesprächen heute erlebe wie wenig die Schulleitungen und Lehrer über Inklusion wissen, dann wundert mich diese sehr niedrige Zahl in keinster Weise. Aussonderung gehört hier zum Alltag. Schulische Inklusion existiert nicht,
Hilfe erhalten Eltern kaum und selbst für Integration muß man bestärkt kämpfen und
sich nicht einschüchtern lassen.
 
Bayern, Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz haben den Anteil von behinderten Schülern in Sonderschulen in den acht Jahren sogar um etwa 0,2 Prozent gesteigert! Dieses außerordentlich klägliche und paradoxe Ergebnis ist kein Indiz für eine zielstrebige Inklusionspolitik - sondern für einen nahezu vollständigen Separationsstillstand.
 
 

 

 

 

 

 

 

 

Schluss mit „Schein-Inklusion“ in Bayern:

Pädagogen fordern Kultusministerium heraus
 
 
Endlich sind Lehrer mutig und fordern die Entwicklung inklusiver
Strukturen in Bayern.
 
 
 

Konzept des individualisierten Lernens mit Hilfe von Planungsmappen in der Regelschule


Damit behinderte Kinder auch in Bayern den Übertritt auf eine höhere Schule schaffen können und nicht mit dem Lernplan Plus direkt aussortiert werden, benötigen wir auch in Bayern das Konzept des individualisierten Lernes mit Hilfe von Planungsmappen, Wochenplanarbeit, jahrgangsübergreifende Klassen um Inklusion auch endlich in der Schule leben zu können.

http://www.gs-wesendorf.de/index.php/konzeption-der-plaenearbeit-in-den-faechern-deutsch-und-mathematik
 

http://www.waz-online.de/Gifhorn/Wesendorf/Auszeichnung-der-Grundschule-Wesendorf-fuer-gelungene-Inklusion

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Inklusion konsequent umsetzen:
Menschen, die als geistig behindert gelten, lehren an der Hochschule
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"Die Allianz aus Kultusministerium und Sonderpädagogik verhindert die
Umsetzung schulischer Inklusion": Zitat Dr. Brigitte Schuhmann
 

Buchempfehlung: Streitschrift Inklusion
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In Bayern besuchen laut Klemm im Jahr 2018 mehr Schüler/innen Förderschulen als im Jahr 2009: "Dort hat man sich von dem Ziel entfernt"
http://www.sueddeutsche.de/politik/inklusion-kaum-weniger-foerderschueler-1.4019275
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www.inklusionsbewegung-starnberg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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