Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit
Inklusion Kindergarten, Schule & Freizeit

Mein Motto für das Jahr 2017:


" Wer ERNST genommen werden will, muß sichtbar werden. "
 
 


Meine Vision

 

 

Für mich persönlich bedeutet Inklusion viel mehr. Es ist eine Neuausrichtung der gesamten Schullandschaft mit der Durchsetzung von echten demokratischen Strukturen an den Regelschulen. Es muß hier endlich ein Fortschritt erreicht werden, damit allen Kindern mit Respekt begegnet werden kann und jedes Kind, ob behindert oder nicht behindert in seinem eigenen Tempo ganz individuell und mit Begeisterung und einer echten menschlichen Bindung wieder lernen und spielen darf. Es kann nur von Innen heraus entstehen und wir Eltern sind diejenigen die den Mut aufbringen müssen, dies vom Staat einzufordern zum Wohle unserer Kinder.

Die Kinder brauchen mehr Rechte und natürlich kann sich die Schule auf zahlreiche Forscher auf diesem Gebiet Unterstützung holen, aber dazu muß sich die Schule endlich öffnen und zu einer Gemeinschaft werden, wo sich Eltern und Lehrer wieder auf Augenhöhe begegnen können und voneinander lernen dürfen. Ich möchte mich mit Menschen verbinden, um gemeinsam Inklusion im schulischen und außerschulischen Bereich weiter auszubauen.

Viele Schulen (es gibt schon einige sehr gute Ausnahmen) arbeiten mit autoritären Hilfsmitteln wie Durck, Lob, Verbot, Zwang und Strafe. Dadurch können sich die Kinder nicht auf Dauer oder nachhaltig führen oder begleiten lassen. Sie werden sich früher oder später widersetzen und das ist ihr gutes Recht. Die einen Kinder werden krank und die anderen werden im Verhalten agressiv oder auffällig, weil viele Kinder sich ständig zwingen müssen etwas zu tun, was ihnen keinen Spaß macht und keine Freude bringt.
Wir sollten unseren Kindern nicht diesen ständigen Druck aussetzen und sie unterstützen, indem wir die Gespräche an den Schulen gezielt und professionell suchen und dort eigene Elterngruppen gründen um die Schulen zu unterstützen, damit diese Bildungseinrichtungen verbessert werden können. Wir können Vereine gründen um Spenden zu sammeln um damit z.B. selbst Lernbegleiter zu beschäftigen die die Klassen dann unterstützen könnten oder ähnliche neue Ausrichtungen überhaupt möglich machen.

Leider ist es in Deutschland aus der Mode gekommen, authentisch zu leben.

Deshalb möchte ich Euch Informationen von Herrn Wocken an Herz legen:

 

 

Herrn Prof. Dr. Hans Wocken 

Frühlingstr. 13
90522 Oberasbach
Email: hans-wocken@t-online.de
Website: www.hans-wocken.de

 

Bisher erhalten betroffene Eltern kaum Unterstützung oder Hilfen. Mit einem behinderten Kind oder zwei behinderten Kindern ist das Leben an sich schon viel anstrengender, als mit einem gesundem Kind. Die vielen Therapien erfordern viel Energie und Zeit. Die Anträge für eine Schulbegleitung, die Erarbeitung eines Nachteilsausgleichs, der Förderplan, Pflegestufen, die Beantragung von einem Schwerbehindertenausweis, welcher MSD kann unser Kind in der Schule unterstützen, welche Maßnahmen sind wirklich notwendig und sinnvoll.

Wenn es an der Regelschule, mangels Wissen zum Thema Inklusion, zu Schwierigkeiten kommt, was ist zu tun?
Kann ich eine Akteneinsicht vornehmen? Wie läuft es ab? Es ist in Bayern Mode geworden, dass Schulen schnell mal eine anonyme Kindeswohlgefährdungsanzeige beim Jugendamt stellen, wenn das behinderte Kind einfach nicht ins Regelschulsystem zu zwängen ist und sich die Schule wundert, warum es plötzlich Schulängste entwickelt und ständig weint, oder agressiv im Verhalten wird, weil es in den wichtigen ersten 6 Wochen nicht erfolgreich inkludiert werden konnte und durch Mobbing und Ausgrenzung keinen Anschluss in der Klasse findet?

In dieser Zeit ist ein guter Anwalt sehr wichtig und manchmal müssen Eilanträge beim Sozialgericht eingereicht werden. Zu den schwierigen Gesprächen, die dann in der Regel in Form eines "Runden Tisches" statt finden, wird es oft schwierig. Die Lehrer verstehen die Mütter der behinderten Kinder nicht, weil die Lehrer ja selbst kein behindertes Kind haben und die Eltern fordern einen inklusiven Unterricht. 

Entweder schafft das behinderte Kind den Regelschulbetrieb, aber oft bezahlt es dafür einen hohen Preis oder
das Kind wechselt die Schule. Mangels Geld und Wissen landen noch heute viele Kinder an Förderschulen. Für schwerst behinderte Kinder ist das auch sicherlich der richtige Ort, aber nicht für Kinder die körperliche Behinderungen haben, ADHS, Autismus oder andere Verhaltensauffälligkeiten. 

Die Schulen sind nur personell, finanziell und strukturell schlecht ausgestattet. Die Klassen sind viel zu groß, neue Lernmethoden sind nicht umgesetzt, eine fest angestellte Sonderpädagogin fehlt, Weiterbildung im Berich Inklusion findet einfach nicht statt und vor Schulbegleitern haben heute noch viele Lehrer Angst.

So kommt es tatsächlich oft vor, dass eine Schulleiterin nicht den Unterschied zwischen einen Nachteilsausgleich und einen Förderplan kennt. Das Jugendamt weiß nicht, dass die Eltern die Möglichkeit haben auf eine "vollständige Akteneinsicht". Die Ausrede eines laufenden Verfahrens ist falsch, dann werden die entsprechenden Seiten die die "Rechte Dritter" verletzten könnten vor der Akteneinsicht einfach entnommen. Der Schutz der "Rechte Dritter" steht über allem. Das bedeutet ganz konkret, dass die Behörde/Mitarbeiter die z.B. eine Anzeige auf Kindeswohlgefährdung beim Jugendamt gestellt hatte auch nicht belangt werden kann, wenn sich der Lehrer geirrt hat. Lehrer dürfen Fehler machen, machen Eltern Fehler ist das viel schwer wiegender. Es gibt nun mal keine Lobby oder Hilfen für behinderte Kinder in Deutschland. 
Das versteht man aber erst, wenn man selbst davon betroffen ist.

Um Inklusion in Bayern nicht umsetzen zu müssen, haben einige Schulen diese Möglichkeit für ihre Zwecke gut nutzen können um anspruchsvollen Müttern zu zeigen, wer hier im System der Stärkere ist. Das Gerede "wir wollen doch nur das Beste für ihr behindertes Kind" müßte in vielen Fällen umgeändert werden "wir wollen doch nur das Beste damit unser Schulsystem unter den großen Anforderungen der Inklusion nicht zusammen bricht" und da ist tatsächlich das einzelne, behinderte Kind nicht mehr wichtig. Dann werden Daten, Unterlagen, Arztberichte ohne Einwillung der Eltern einfach weiter gereicht und neue Gutachten erstellt, damit eine Ausschulung auch ordentlich mit belegbaren Fakten begründet werden können.

Daher NIEMALS eine ALLGEMEINE SCHWEIGEPFLICHTENTBINDUNG UNTERZEICHNEN. Alles selbst organisieren. Den MSD anfordern, die Termine in den Kliniken zur Testung und bitte immer in eine GUTE Fachambulanz (SPZ). Nur klinische Gutachten werden im Streitfall vom Gericht anerkannt. Sonst werden weitere Gutachten angefordert und das ist für das behinderte Kind sehr anstrengend. Unser Sohn wurde von 2 verschiedenen Kliniken getestet und dann wurde auch noch ein AO-SF Gutachten in NRW erstellt, weil das dort anders ist. Was für ein Wahnsinn für ein kleines und behindertes Kind.

Ja es gibt in Deutschland immer mehr behinderte Kinder, die trotz Schulpflicht, keinen Schulplatz finden, weil es an den Regelschulen keine ausreichende Inklusion gibt und somit keine inklusiven Schulplätze vorhanden sind. Es ist schon lange keine Ausnahme mehr. In meiner Beratung sprechen mich viele verzweifelte Eltern aus ganz Deutschland an. 

Und warum machen die Schulen das? 
Wenn ein "Verdacht auf Kindeswohlgefährdung" beim Jugendamt angezeigt wird, wenn z.B. ein autistisches Kind mit dem Asperger Syndrom von der Lehrerin nicht als behindert erkannt wird oder das Kind wegen einer Begleiterscheinung seiner Behinderung wie einer Immunschwäche ständig krank ist oder auch eine Hochbegabung von den Lehrern nicht erkannt wird und das Kind sich in der Schule total unterfordert fühlt und viel Unsinn macht, oder ein Frühgeborenes einfach mehr Unterstützung benötigt oder die Eltern nicht sofort die allgemeine Schweigepflichtentbindung unterzeichnen.

Denn mit einer anonymen Anzeige auf eine "Kindeswohlgefährdung" kann die Schule und das Jugendamt alle Arztberichte und Berichte erhalten, die es sich wünscht. Es kann zu allen Einrichtungen Kontakt aufnehmen, schriftlich, telefonisch oder im persönlichen Gespräch. Beim Jugendamt nennen sich diese Einträge dann "Aktennotiz".

Im schlimmsten Fall sprechen Schulleiterinnen sogar Verdachtsdiagnosen der Mütter aus. Ja das gibt es, Schulleiterinnen sind nun auch noch Ärzte. Dann wird gerne das "Münchhausensyndrom" in den Raum gestellt, dann geht so eine Abschiebung auf eine Förderschule ganz schnell und einfach für die Regelschule oder per Inobhut in eine stationäre Klinik. Sie glauben das nicht? Ich kann das alles mit Dokumenten vom Anwalt belegen und ich habe Kontakt zu anderen Eltern behinderter Kinder die das leider auch erlebt haben.

Das macht es für die Schule dann leichter.  Viele Eltern werden eingeschüchtert und melden ihre Kinder dann auf eine Förderschule an, wenn diese denn einen Platz frei haben oder suchen einen neuen Schulplatz an einer anderen Schule. Manche Eltern fahren dafür sogar über die Landesgrenzen hinaus.
Das kann so nicht weiter gehen.

Herr Spänle spricht vom "bayerischen Weg der Inklusion".
Das ist der falsche Weg Herr Spänle.
Wir Eltern fordern den Weg der UN Behinderrechtskonvention.

Wir Eltern müssen uns verbinden und Inklusion für unsere Kinder einfordern und dafür müssen wir uns im Bereich
der Inklusion weiter bilden. Wir müssen unsere Rechte und Möglichkeiten kennen um diese dann auch
einfordern zu können.

Zum Wohle unserer Kinder.
Leider gibt es ja kein Jugendamt für die Schule, damit wir Eltern auch die Möglichkeit hätten
"Kindeswohlgefährdung in der Schule" anzuzeigen, wenn mal wieder Inklusion einfach nicht umgesetzt wird
und das behinderte Kinder durch eine totale Überforderung doch bitte schön "normal" sein soll und dann daran seelisch
zusammen bricht.

Aber bei Unfällen mit behinderten Kindern können wir sofort bei jedem Vorfall zum Arzt gehen und den Unfall aufnehmen lassen mit Fotos und bei schlimmen Vorfällen sofort Strafanzeige bei der Polizei stellen.

 

Was sagen die Schulen dann immer?

"Wir machen doch schon alles !"

 

Die Beratungsstelle Inklusion in Starnberg ist ein Bereich vom Schulamt und daher nicht komplett unabhängig.
Diese Beratungsstelle kennt die wirklichen Probleme der Inklusion in Starnberg nicht.

Man bekommt dort die Empfehlung das Kind doch auf die einzige Grundschule mit dem Profil Inklusion in Tutzing anzumelden. Doch was diese Beratungsstelle nicht zu wissen scheint, dass es ja eine Sprengelregelung in Bayern gibt und diese Schule nur behinderte Kinder aufnimmt, die dort in Tutzing direkt wohnen. 

Eigentlich sollen Grundschulen mit dem Profil Inklusion "gastfreundlich" sein. Das bedeutet, diese Schulen nehmen auch behinderte Kinder aus der näheren Umgebung auf. Das gilt leider für Starnberg noch nicht.

Wir haben für unseren Sohn einen Gastschulantrag genehmigt bekommen. Die Gemeinde hat im Antrag aufgeführt, das unser Sohn ja sonderpädagogischen Förderbedarf hat und daher an einer Grundschule mit dem Profil Inklusion besser unterstützt werden kann.

Nur wir Eltern können Inklusion in der Schule einfordern. 

Ich freue mich auf einen regen Austausch und helfe Euch gerne.

Viele Grüße 
Susann Dohm

 

 



Bücherliste Hans Wocken

 

Bücherliste Herr Hans Wocken
Bücher-Wocken.docx
Microsoft Word-Dokument [105.3 KB]

 

 

 

 

 

 

"Das wirkliche Problem von Inklusion"

http://www.zeit.de/2015/04/inklusion-schule-behinderung-hamburg-wahlkampf/seite-2

 

 

 

 

Zuerst die Erläuterung LSE Kinder:
So werden die Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen L, S und E (LSE-Kinder) in den allgemeinbildenden staatlichen Schulen (inklusive der Sonderschulen) in den Bereichen Lernen, Sprache und der emotional‐sozialen Entwicklung bezeichnet.

Wobei mir Fachleute bestätigen, dass die "richtig" behinderten Kinder den Schulen weit weniger Arbeit machen, da sie bereichts Therapein haben, Schulbegleitungen bekommen, sonderpädagogische Stunden beantragt werden können, weil ein klinisches Gutachten nach IDC-10 und ein Schwerbehindertenausweis bereits vorliegen, als die "unerkannten" LSE Kinder. 
Die LSE Kinder, man rechnet in jeder Klasse von 2 bis 5 Kindern im Schnitt, machen die Arbeit in großen Klassen eigentlich unmöglich und wirkt sich damit zusätzlich nachteilig auf die Kinder mit Behinderung aus, die eine anerkannte Schwerbehinderung haben.
Darum fühlen sich die Lehrer natürlich zu Recht überfordert und brauchen endlich finanzielle und strukturelle Hilfen mit neuen Lernmethoden und inklusiven Lernkonzepten.
Susann Dohm



Hier nun ein Auszug aus dem Artikel der Zeit.de:
 

 

Weil das Geld für die LSE-Kinder nicht reicht, versucht die Schule, behinderte Kinder aufzunehmen. Die sind relativ einfach in den Unterricht zu integrieren und bringen eine berechenbare Summe Geldes mit. Das ist gängige Praxis, bestätigen Lehrer und Schulleiter - stets anonym, weil keiner sich öffentlich äußern mag. Und natürlich könnte die finanzielle Ausstattung besser sein.

Aber auch hier hört man: Die großen Herausforderungen liegen anderswo. Ein Eindruck, der sich verstärkt, wenn man sich eine Reihe von Schulen angesehen hat: An manchen funktioniert Inklusion sehr gut. An anderen eher nicht.

Woran liegt das?

 

Inklusiver Unterricht für heterogene Gruppen ist wesentlich anspruchsvoller als traditioneller Frontalunterricht, sagen Schulleiter und Experten. Es braucht also neben guten Konzepten auch gute Lehrer. Und Schulleiter berichten von zwei Schwierigkeiten: Viele Ältere aus dem Kollegium schaffen die schwierige Umstellung ihres Lehrstils nicht. Wenn man jahrzehntelang alleine unterrichtet hat, ist es schwer, sich plötzlich an eine zweite Lehrperson im Klassenraum zu gewöhnen. Vielen Jüngeren fehlt dagegen die Erfahrung, mit extrem schwierigen Schülern umzugehen.

Seit 2009 hat sich die Zahl der als verhaltensauffällig eingestuften Kinder versechsfacht - auch dank neuer Diagnostik. Es spricht einiges dafür, dass diese Zahl weiter steigen wird. Studien zufolge haben zehn bis zwanzig Prozenkt eines Jahrgangs schon jetzt Probleme mit der emotionalen und sozialen Entwicklung. Nimmt man die Lern- und Sprachschwierigkeiten hinzu, wird das Problem noch größer. Knapp ein Drittel aller Schüler, so sagen Bildungswissenschaftler, sind heute potenzielle Problemschüler: Sie brauchen Hilfe, um den Abschluss zu erreichen.

Viele dieser Kinder kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, leiden unter Bindungsstörungen. Das hat nicht viel zu tun mit dem, was die meisten Menschen immer noch unter Inklusion verstehen – der Integration Behinderter in den regulären Unterricht. Die LSE-Kinder sind eine Herausforderung, die Schulen auch hätten, wenn es keine Inklusion gäbe.

So ist der Begriff der Inklusion zur universellen Problembeschreibung der modernen Herausforderungen der Schule geworden. Um das Recht der Behinderten geht es für viele Lehrer, Politiker und Experten allenfalls am Rand.

 

 

 

 

 

Entwicklung Inklusion Deutschland - Schulen auf einen Blick

 

 

Auf der Seite 23 ist die geringe Entwicklung zu sehen bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
In 10 Jahren von 2003 bis 2013.

 

Im Jahr 2003 besuchten 1,2 % der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf eine Regelgrundschule
 

und
 

im Jahr 2013 ( 10 Jahre später ) besuchen doch tatsächlich schon 2,6 % der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf eine Regelgrundschule.
 

Im Jahr 2013 besuchen somit 70592 Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf eine Regelgrundschule
 

aber
 

355139 Schüler, mit sonderpädagogischen Förderbedarf, besuchen im Jahr 2013 eine Förderschule.
 

Jetzt muß man erklären, dass Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf nicht nur Kinder gemeint sind die einer Behinderung haben, sondern auch alle Kinder mit Lernschwächen wie LRS z.B. und viele Kinder mit Entwicklungsverzögerungen z.B.
 

Die Bezeichnung ist nicht eindeutig genug. Hier packen die Schulen alles mit hinein.
Wenn man dann aber nachfragt, wie viele dieser behinderten Inklusionsschüler eine Schulbegleitung haben, einen Nachteilsausgleich, einen Förderplan, wie viele Stunden pro Woche diese Kinder Unterricht von einer Sonderpädagogin erhalten, ob diese Kinder einen Schwerbehindertenausweis von mindestens 50% haben und eine klinische Diagnostik nach IDC/10 und welches Inklusionskonzept die Schule denn überhaupt umsetzt oder erarbeitet wurde oder warum dann diese Schule das Profil "Inklusion" noch nicht einmal beantragt hat? Dann wird schnell klar das es sich an dieser Schule nur wieder einmal um eine "Worthülse Inklusion" handelt und um ganz gesunde und normale Schüler, die etwas mehr Förderung benötigen und dann als Schüler bezeichnet werden mit "sonderpädagogischen Förderbedarf".

 

So wird von den Schulen ganz bewusst der Eindruck erweckt und behauptet "Wir machen doch Inklusion!". Aber wie wir neuerdings gelernt haben, nennt man das ja im Jahr 2017
"Alternative Fakten".

 

Also müßte es korrekt heißen:

 

Nicht Schüler mit "sonderpädagogischen Förderbedarf"

sondern:

 

Schüler mit Behinderung und speziellem Förderbedarf oder erhöhten Föderbedarf.
Das wären dann behinderte Inklusionsschüler die normalerweise gerne auf eine Förderschule abgeschoben werden, weil sie an der Regelschule zu viele Kosten verursachen würden und zu viel zusätzliche Arbeit bedeuten würden.

 

Das ist wirklich eine tolle Leistung, was die Schulen da in 10 Jahren im Bereich Inklusion geschaffen haben oder?

 

 

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Schulen/BroschuereSchulenBlick0110018149004.pdf?__blob=publicationFile

 

 


k
 

 

 


Förderquoten nach Bundesländern 2009 bis 2013
 

Einschulungen von Integrationsschülerinnen und -schülern

Im Schuljahr 2012/2013 wurden demnach 34816 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eingeschult
(–6,4% gegenüber dem Schuljahr 2011/2012).

 

Im Kurzbericht zur Statistik der schwerbehinderten Menschen für das Jahr 2011 wurden 7,3 Millionen amtlich anerkannte schwerbehinderte Menschen ausgewiesen. In der Altersgruppe von 4 bis unter 15 Jahren gab es 163000 schwerbehinderte Kinder und Jugendliche.5 In der Schulstatistik wird jedoch nicht erfasst, ob die Schüler/-innen schwerbehindert im Sinne des Sozialgesetzbuches sind. Im Fokus der Schulstatistik stehen primär Jugendliche im schulpflichtigen Alter mit sonderpädagogischer Förderung:
 

Im Schuljahr 2011/2012 erhielten insgesamt 480000 Kinder
und Jugendliche sonderpädagogische Förderung und
zählten demzufolge im schulstatistischen Zusammenhang
zu den Menschen mit Behinderung.

 

Gemäß dem Definitionenkatalog zur Schulstatistik der Kultusministerkonferenz werden als Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischer Förderung diejenigen „Schüler/innen statistisch erfasst, die tatsächlich sonderpädagogisch gefördert werden, unabhängig davon, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich festgestellt wurde oder nicht.“6 Umfragen des Statistischen Bundesamtes in den einzelnen Ländern ergaben, dass bezüglich der Abgrenzung der Schüler/-innen mit sonderpädagogischer Förderung unterschiedliche Definitionen zugrunde liegen. In 12 von 16 Ländern werden diejenigen Schülerinnen und Schüler als Schüler/-innen mit sonderpädagogischer Förderung erfasst, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich
festgestellt wurde.

 

Bayern und Niedersachsen hingegen liefern Daten zu Schülerinnen und Schülern, die tatsächlich sonderpädagogisch gefördert werden, unabhängig davon, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich festgestellt
wurde.



https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/BildungForschungKultur/SonderpaedagogischerFoerderbedarf_102014.pdf?__blob=publicationFile
 

 

 




 

Erfassung der Daten von Schülerinnen und Schülern mit festgestellten
sonderpädagogischem Föderbedarf im Sinne des Sozialgesetzbuches

 

 

Mir ist aufgefallen, dass die Daten von Schülerinnen und Schülern mit festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf
im Sinne einer Schwerbehinderung (von mindestens 50%) nicht exakt von den einzelnen Schulen in Bayern erfasst werden.

In der Schulstatistik wird nicht erfasst, ob Kinder und Jugendliche
 

- schwerbehindert sind im Sinne des Sozialgesetzbuches und der sonderpädagogische Förderbedarf tatsächlich festgestellt wurde, Angabe einer Schwerbehinderung von mindestens 50%

oder ob es sich um

- nicht schwerbehinderte Kinder handelt die aber eine sonderpädagogische Förderung in der Schule erhalten
 

Diese Zahlen müssen in Bayern aber differenzierter von den einzelnen Schulen erfasst werden, um tatsächlich eine inklusive Schulentwicklung überhaupt messbar zu machen.
 

Die Zahlen in Bayern werden durch diese Erfassungsmethode bisher ganz konkret verfälscht und es wird der Eindruck erweckt, es gäbe bereits Inklusion in Bayern. Das mag in Ausnahmefällen vielleicht so sein, aber es ist nicht die Regel.
 

Unter Punkt 1.4. Der Begriff der sonderpädagogischen Förderung im schulischen Bereich :
 

Im Kurzbericht zur Statistik der schwerbehinderten Menschen für das Jahr 2011 wurden 7,3 Millionen amtlich anerkannte schwerbehinderte Menschen ausgewiesen. In der Altersgruppe von 4 bis unter 15 Jahren gab es 163000 schwerbehinderte Kinder und Jugendliche. 5 In der Schulstatistik wird jedoch nicht erfasst, ob die Schüler/-innen schwerbehindert im Sinne des Sozialgesetzbuches sind. Im Fokus der Schulstatistik stehen primär Jugendliche im schulpflichtigen Alter mit sonderpädagogischer Förderung: Im Schuljahr 2011/2012 erhielten insgesamt 480000 Kinder und Jugendliche sonderpädagogische Förderung und zählten demzufolge im schulstatistischen Zusammenhang zu den Menschen mit Behinderung. Gemäß dem Definitionenkatalog zur Schulstatistik der Kultusministerkonferenz werden als Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischer Förderung diejenigen „Schüler/innen statistisch erfasst, die tatsächlich sonderpädagogisch gefördert werden, unabhängig davon, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich festgestellt wurde oder nicht.“6 Umfragen des Statistischen Bundesamtes in den einzelnen Ländern ergaben, dass bezüglich der Abgrenzung der Schüler/-innen mit sonderpädagogischer Förderung unterschiedliche Definitionen zugrunde liegen. In 12 von 16 Ländern werden diejenigen Schülerinnen und Schüler als Schüler/-innen mit sonderpädagogischer Förderung erfasst, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich festgestellt wurde. 
Bayern und Niedersachsen hingegen liefern Daten zu Schülerinnen und Schülern, die tatsächlich sonderpädagogisch gefördert werden, unabhängig davon, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf förmlich festgestellt wurde.



https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/BildungForschungKultur/SonderpaedagogischeFoerderung_52013.pdf?__blob=publicationFile
 

 

WARUM ELTERN WISSEN SOLLTEN, WAS INKLUSION WIRKLICH IST ...

Text: Anja Rosengart

 

ePaper

 

 

 

 

 

 

 

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Inklusion 
an bayerischen Regelschulen

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten.

 

In Bayern glauben viele Lehrer/innen die in Grundschulen tätig sind, dass Regelschulen keine Inklusion machen müssen und diese Kinder an den "sogenannten" Inklusionsschulen unterrichtet werden sollten. Wir wurden mehrfach aufgefordert unseren Sohn auf eine Inklusionsschule anzumelden oder es hieß "Wir sind ja keine Inklusionsschule". Dabei soll doch jede Schule auf dem Weg zur Inklusion diesen Weg gehen und so müßte doch aus der normalen Grundschule dann eine Inklusionsgrundschule werden. Wir haben erlebt, dass Lehrkräfte denken, Inklusion wäre erfolgreich umgesetzt wenn der MSD alle 2 Monate für 2 Stunden an die Schule kommt und das Kind betreut. In der Tat klappt es an diesen Tag wunderbar und das liegt dann daran, dass in der Klasse bei 24 Kindern 2 Lehrkräfte sind. Die Klassenlehrerin und die Sonderpädagogin, also der MSD. Aber das hat das Kind dann nur ca. alle 2 Monate für 2 Stunden und das ist keine Inklusion. Was derzeit gemacht wird, ist eine Form von Integration. Ein großes Problem ist auch der Lehrerwechsel wenn Lehrer z.B. krank sind und es noch keine inklusiven Strukturen in der Schule gibt und mobile Lehrer aus anderen Schulen unterrichten.

 

Wenn Eltern jedoch versuchen Inklusion für das eigene Kind bei der Schule einzufordern, dann wird es sehr schwierig. Man trifft oft auf verängstigste Lehrer/innen denen die Ausbildung dazu fehlt und es wird uns Eltern mit massiven Druck begegnet, was sich dann später sogar direkt auf das Kind übertragen kann. Egal was man versucht, wenn die Schule keine Inklusion umsetzen möchte, kann es von uns Eltern nicht eingefordert werden. Das ist meine persönliche Erfahrung. 

 

Einen Satz den ich von Lehrern oft gehört habe war "Wir machen doch schon alles." Das zeigt mir, Lehrer wissen entweder wirklich nicht was Inklusion bedeutet oder sie können es wirklich nicht umsetzen, weil die Unterstützung und die Ressourcen fehlen.

 

Wenn man eine neue Schule sucht und nicht weiß ob diese Schule "wirklich" schon Inklusion macht, dann findet man es schnell heraus. Ist man offen und sagt, das Kind hat sonderpädagogischen Förderbedarf, erhält man eigentlich fast immer Absagen und man könnte fragen, wie wiele Schulbegleitungen denn an dieser Schule bereits tätig sind. Wobei die Schulbegleitungen ja auch nur gedacht sind als ein Art Übergang bis die entsprechenden inklusiven Strukturen in der Schule aufgebaut sind. Auch die Frage nach einem bereits vorhandenen Inklusionskonzept könnte helfen. Wenn auf der Homepage der Schule das Wort "Inklusion" noch nicht einmal zu finden ist, ist das auch kein gutes Zeichen. 

 

Wenn die Schule nicht bereit ist Inklusion zu leben und die benötigten Strukturen dafür zu verändern, dann hat es ein Kind mit Förderbedarf sehr schwer und es kann dann passieren, das sich das Kind überfordert fühlt, oft weint, Angst hat zur Schule zu gehen, unglücklich ist und wenn die Eltern den Eindruck haben, das Kind wird nicht entsprechend gefördert oder der Nachteilsausgleich wird nicht richtig umgesetzt, dann sollte man versuchen die Schule zu wechseln. Mir wurde sogar gesagt, man müsse mir den Nachteilsausgleich gar nicht mitteilen. Ob das stimmt weiß ich nicht, doch darauf würde ich mich eh nicht einlassen.

 

Das es möglich ist die Schule mit inklusiven Strukturen zu verändern und aufzubauen, zeigen die Schulen die es erfolgreich umsetzen konnten und es gibt ja schon einige Inklusionsschulen, doch dummerweise liegen sie oft nicht im Sprengel.

Dann muß man sich dafür einsetzen, dass ein Wechsel trotz Sprengelregelung möglich ist. Solange es noch nicht ausreichende inklusiv, arbeitende Schulen gibt, muß ein Kind mit Förderbedarf andere Wahlmöglichkeiten haben.

 

In unserem Fall war der Schulwechsel die einzigste und beste Lösung. Natürlich hätten wir uns auch gewünscht, dass unser Sohn hier in der Nähe eine Schule besuchen könnte und bei seinen Freunden bleiben kann, aber eine ehrliche und konstruktive Zusammenarbeit war mit der Schule am Ende nicht mehr möglich und wir mußten sogar in einem anderen Landkreis nach einem Schulplatz suchen. 

 

Susann Dohm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright / Urheberrechte
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